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21. Januar 2018

 



 

Das Ensemble

„Il Dolcimelo“ – mit der doppelten Bedeutung „süßer Apfelbaum“/„süße Melodie“ - ist ein hochkarätiges Ensemble für Alte Musik, das sich seit seiner Gründung 1994 durch die Blockflötistin Katja Beisch und die Barockcellistin Doris Runge international einen Namen gemacht hat. So erreichte es 1997 beim Internationalen Wettbewerb für Kammermusik in Rovereto/Italien die Finalrunde und gewann im April 2000 beim Internationalen Wettbewerb “Biagio Marini” für Alte Musik in Neuburg a.d. Donau den 1. Preis. Der Hessische Rundfunk und der SWR produzierten mehrere Aufnahmen mit ihnen; es sind mehrere CDs erschienen.

Katja Beisch studierte an der Musikhochschule Köln bei Ursula Schmidt-Laukamp und bei Günther Höller Blockflöte. Nach dem Konzertexamen setzte sie ihre musikalische Ausbildung bei Han Tol am Konservatorium in Rotterdam/Niederlande und bei Pedro Memelsdorff an der Civica Scuola di Musica in Mailand/Italien fort.

Marie Verweyen studierte zunächst bei Ida Bieler moderne Violine.  Während dieser Zeit sammelte sie Erfahrung in Orchestern wie der Jungen Deutschen Philharmonie und der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein-Musikfestivals. In einem Aufbaustudium nahm sie in Amsterdam Unterricht bei Lucy van Dael.

Doris Runge studierte an der Musikhochschule Köln bei Claus Kanngiesser und Michael Kasper Cello und beim Amadeus-Quartett Kammermusik. Nach ihrer künstlerischen Reifeprüfung studierte sie an der Bremer Akademie für Alte Musik bei Jaap ter Linden Barockcello.

Stefan Horz, der in diesem Konzert Christoph Lehmann vertritt, studierte an der Musikhochschule Köln zunächst Kirchenmusik und später in der Klasse von Ketil Haugsand Cembalo. Seit 1998 ist er als Nachfolger von Prof. Johannes Geffert Organist an der Kreuzkirche zu Bonn. Alle Mitglieder des „Il Dolcimelo“ haben mit mehreren bedeutenden Ensembles für alte Musik konzertiert.


 

 

Die Werke

 Der musikalische Barock ist gekennzeichnet durch die stützende Funktion des Generalbasses und das konzertierenden Spiel, den Affektausdruck und den dramatischer Gestus, die Monodie und die kontrapunktische Polyphonie. Er endete in der Mitte des 18. Jahrhunderts mit der Abkehr von diesen Wesenszügen und der Zuwendung zur „empfindsamen“ und „galanten“ Musik.

Der italienische Violinist und Komponist Nicola Matteis ließ sich 1672 in London nieder und machte dort die italienische Musik populär. Neben seiner Tätigkeit als Violinist und Komponist verfasste er mehrere musiktheoretische Schriften. Die heute gespielte Suite stammt aus seinem Werk „Ayres for the violin.“

Gottfried Finger wirkte zunächst in München (1682), lebte zeitweise als Godfrido Finger in Italien und von 1685 bis 1702 als Godfrey Finger in London. 1702 wurde er Kammermusiker der preußischen Königin Sophie Charlotte und 1707 der Hofkapelle in Innsbruck. Wichtiger als seine vielen Kompositionen für die Bühne sind seine Instrumentalwerke, wie die hier gespielte Sonate, die er original für Violine, Fagott und Basso Continuo komponiert hat.

Henry Purcell war wegen seiner außergewöhnlich vielseitigen Kreativität der bedeutendste Komponist des englischen Hochbarock. Er wurde bereits 1677, mit nur 18 Jahren, „Composer for the Violins“ bei Hofe, 1679 Organist an Westminster Abbey, 1682 einer der Organisten der „Chapel Royal“ und 1683 königlicher Instrumentenverwalter. Ausgehend von der Rhythmik, Melodik und Harmonik des italienischen Barock entwickelte er eine eigenständige, oft durch ungewöhnliche Stimmführung gekennzeichnete Tonsprache.

Georg Philipp Telemann lernte auf seinem Weg nach Leipzig, wo er Jura studieren sollte, in Halle den jungen Organisten Händel kennen, mit dem ihn bis ins hohe Alter eine herzliche Freundschaft verband. Gegen den Willen seiner Mutter ergriff er den Beruf des Musikers und wurde darin sehr erfolgreich. In manchen Kreisen wurde er höher geschätzt als J. S. Bach. Sein umfangreiches Werk verbindet französische, italienische, und gelegentlich auch polnisch-folkloristische Stilrichtungen mit der deutschen Tradition zu einer einfallsreichen Musiksprache, die vom Spätbarock zum Rokoko und zur Frühklassik überleitet.

Der Höhepunkt des musikalischen Barock wurde mit Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach erreicht, die, zusammengenommen, die musikalischen Möglichkeiten dieser Epoche umfassend repräsentieren. Da der in Halle an der Saale aufgewachsene Händel, nach vorübergehenden Anstellungen in Halle, Hamburg und Hannover, die meiste Zeit seines Lebens in London verbrachte, wird er von den Engländern als englischer Komponist betrachtet. Er war ab 1719 als künstlerischer Leiter der „Royal Academy of Music“ und als Komponist äußerst erfolgreich. Neben einer Fülle von eindrucksvollen großen Opern und Oratorien komponierte er wirkungsvolle Kammermusikwerke, wie das hier vorgestellte Stück zeigt.

Bachs Musik eignet sich wegen der polyphonen Stimmführung und der damit verbundenen instrumentalen Unabhängigkeit besonders gut zu instrumentalen Arrangements. Bach hat die hier gespielte Sonate ursprünglich für die Traversflöte in der Tonart e-moll komponiert. Die hier durchgeführte Übertragung auf die Altblockflöte mit einer Transposition um eine kleine Terz nach oben war im 18. Jahrhundert gängige Praxis.

Antonio Vivaldi machte sich zunächst als Violinist einen Namen, wurde dann aber auch als Komponist bekannt, der sich durch Experimentierfreudigkeit auszeichnete, die zu zahlreichen formalen und spieltechnischen Neuerungen führte. Seine durch nuancenreiche Instrumentation, affektvolle Melodiebildung und lebhafte Rhythmik gekennzeichneten Kompositionen haben die Entwicklung des vorklassischen Solokonzerts entscheidend beeinflusst, unter anderem auch die Bachs, der in Weimar neun Vivaldische Konzerte transkribiert hat.

 


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Stand: 16. Mai 2010.