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21. Januar 2018

 


22. Oktober 2006

Xyrion-Trio

 

Das Programm

 

Ludwig van Beethoven

Klaviertrio G-Dur op.1 Nr.2

Adagio- Allegro vivace

Largo con espressione

Scherzo-Allegro

Finale-Presto

 

Mit den ersten drei, 1793/94 komponierten und 1795 erschienenen Klavier-Trios begann, nach einer Frühphase, ein neuer Abschnitt in Beethovens künstlerischer Entwicklung. Indem er ihnen die Opuszahl 1 zuteilte, bekundete Beethoven, dass er hiermit seine künstlerische Selbständigkeit erreicht hatte. Mit dieser Dreiergruppe Op. 1/1-3 entwickelte Beethoven das Klavier-Trio zu einer ausgereiften kammermusikalischen Werkgattung mit drei gleichberechtigten Stimmen.

Das G-Dur Trio beginnt mit einer langsamen Einleitung, Adagio, in der das Hauptthema des daran attaca anschließenden Sonatensatzes, Allegro vivace, von der Violine vorgestellt wird. Das folgende Largo in E-Dur entspricht in der Vollkommenheit seiner melodischen Themen der Idealvorstellung eines langsamen Satzes. Obwohl das Klavier unauffällig, aber konsequent die Führung übernimmt, stört es nie die Klangbalance der drei Instrumente. Inmitten des knapp gehaltenen Scherzos mit seinem imitatorischen Anfang steht ein durchsichtiges h-moll Trio, dessen Thema bereits die neckischen Tonwiederholungen des nachfolgenden Finales, Presto, ankündigt, das durch musikantischen Spielwitz gekennzeichnet ist.

 

*****

 

Dimitri Schostakowitsch

Klaviertrio e-moll op. 67

Andante

Allegro con brio

Largo

Allegretto

 

Schostakovitsch, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, komponierte sein Klaviertrio e-moll Op. 67 im Kriegsjahr 1944. Er widmete dieses Werk seinem gerade verstorbenen Freund, dem Musik-, Theater- und Literaturwissenschaftler Iwan Sollertinski und machte es gleichzeitig zur Hommage an die ostjüdische Volksmusik. In den 4 Sätzen kommen die Trauer um den verlorenen Freund und der Schmerz über das Elend und die Not der Kriegszeit zum Ausdruck. Der 1. Satz, Andante/Moderato, beginnt mit einem düsteren Fugato, dessen Thema die Keimzelle für den anschließenden Sonatensatz bildet. Der 2. Satz, Allegro, ein Scherzo in Fis-Dur, bereitet die beiden folgenden Sätze vor: Largo, eine Passacaglia, und, attaca Allegretto, einen Trauermarsch, dessen Thema von Schostakowitsch in schmerz-erfüllte Schreckensschreie gesteigert wird. Das Trio ist wohl das tragischste Werk des Komponisten.

 

*****

 

Antonin Dvorak

Klaviertrio e-moll op. 90,  „Dumky”

Lento moderato

Poco adagio

Andante

Andante moderato

Allegro

Lento maestoso

 

Dvořák hat sein Werk Op. 90 „Dumky“ für Klaviertrio genannt und damit ausgedrückt, dass es sich um eine Folge von 6 Tänzen handelt, die nach Art der ukrainischen Dumka zwischen langsam-schwermütigen und schnell-ausgelassenen Abschnitten wechseln. Dennoch sind die Tänze so angeordnet, dass sie so etwas wie einen viersätzigen Sonatenzyklus bilden. Die 3 ersten Dumky gehen attaca ineinander über und gleichen so einem dreiteiligen ersten Satz, die 4. Dumka steht für einen langsamen Satz, die 5. für ein Scherzo und die 6. bildet das Finale. Trotz des Fehlens strenger klassischer Satzformen bildet die Folge der Dumky mit ihrem Ausdruck- und Klangreichtum ein vollgültiges, und zu Recht berühmtes Kammermusikwerk.

 


Zugaben:

von Felix Mendelsohn-Bartholdy

das Scherzo aus dem 2. Klavier-Trio

und von Ernest Bloch

ein Notturno

 


 

Die Interpreten

 

 

Ida Bieler, Violine, Nina Tichman, Klavier und Maria Kliegel, Violoncello

(von links nach rechts)

 

Seit seiner Gründung vor fünf Jahren wird das Xyrion-Trio weltweit begeistert gefeiert. Enthusiastische Kritiken dokumentieren, welch außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten sich mit Nina Tichman, Ida Bieler und Maria Kliegel zu einem erstklassigen Ensemble zusammengefunden haben. Die drei mit vielen international renommierten Preisen ausgezeichneten Künstlerinnen sind in den bedeutenden musikalischen Zentren der Welt zu Hause.

Die zahlreichen CD-Einspielungen des Xyrion-Trios wurden vielfach prämiert. Unter anderem erhielt es den „Supersonic Prize“ des Luxemburger Magazins „Pizzicato“ und war „Editors Choice of the Month“ im „Music Web“. Im „Fonoforum“, Deutschlands führendem Hifi-Fachmagazin, wurde seine Interpretation von Beethovens op. 70 als eine bedeutende Bereicherung für das kammermusikalische Werk Beethovens bezeichnet.

Alle drei Künstlerinnen sind Professorinnen ihres Fachs an den Hochschulen für Musik in Köln und Düsseldorf.

 


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Stand: 16. Mai 2010.