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21. Januar 2018

 


22. April 2007

Débussy-Trio

 

Kammermusik mit Harfe

 

Gunter Pretzel - Viola, Bettina Fuchs - Flöte,

Rosemarie Schmid-Münster - Harfe (von links nach rechts)

  

Das „Débussy-Trio München“ mit Bettina Fuchs, Flöte, Gunter Pretzel, Viola, und Rosmarie Schmid-Münster, Harfe, wird das Abschlusskonzert der Saison 2006/07 gestalten. Im Mittelpunkt des Konzertes steht die „Klang gewordene Poesie“ Claude Débussys, seine Sonate für Flöte, Viola und Harfe, ein Werk voll kompositorischer Raffinesse und spielerischer Virtuosität.  Dieses sowohl an die Vergangenheit anknüpfende als auch in die Zukunft weisende Werk wird durch Kompositionen von Arnold Bax, Jean-Marie Leclair, Toru Takemitsu, Gioacchino Rossini und Alfred Kaiserswerth umrahmt.

             Das Débussy-Trio hat mit seinem vielfältigen Repertoire für diese ausgefallene Besetzung, zu dem neben Originalkompositionen auch Bearbeitungen geeigneter älterer Werke sowie Arbeiten zeitgenössischer Komponisten gehören, mit großem Erfolg im In-und Ausland konzertiert. Für den Rundfunk hat es zahlreiche Originalwerke für diese Besetzung eingespielt. Bei Cavalli Records sind drei CDs des Trios erschienen; eine davon mit dem Titel »Of’m Weg« enthält 4 der 6 Stücke des Programms für den 22. April.

 

Arnold Bax

Elegiac Trio

 

Jean Marie Leclair

Sonate in D-Dur

 

Claude DÉbussy

Sonate

 

Toru Takemitsu

And then I knew 't was …

 

Gioachino Rossini

Ouvertüre zu “Diebische Elster”

 

ALFRED KAISERSWERTH

“Of´m Weg” 4 Jiddische Lieder

 

Der französische Geiger und Komponist Leclair hat in seiner Kammermusik die zeitgenössischen „italienischen" und „französischen" Stilrichtungen geschickt vereinigt. So zerstört der punktierte Rhythmus des ersten Satzes der hier gespielten Sonate nicht dessen italienische Kantabilitat, die klare Rhythmik der schnellen Sätze ist von französischer Leichtigkeit.

Die 1916 komponierte Sonate für Flöte, Viola und Harfe Debussys ist „Klang gewordene Poesie". Die 3 Sätze wirken locker gefügt, jedoch gibt es in ihnen nichts Zufälliges oder Improvisiertes. Zwischen einem zarten Pastorale und einem resolut beginnenden Finale, in dem gegen Schluss das Thema des Pastorales wiederkehrt, steht ein Interlude mit Erinnerungen an die früher entstandenen „Fetes galantes". Debussy nennt die Stimmung dieses Werkes „schrecklich melancholisch".

Nach Takemitsu bedeutet Komponieren, „dem Strom der Klänge, welcher die uns umgebende Welt durchdringt, eine eigene Bedeutung zu geben". Er benutzt in seinen Werken avantgardistische Kompo­sitionstechniken, in denen er Elemente japanischer und europäischer Musiktraditionen verbindet.

Rossinis Opernmusik war so erfolgreich, dass sie in allen möglichen Besetzungen nachgespielt wurde. So schrieb der spanische Gitarrist Carulli," ein Zeitgenosse Rossinis die Bearbeitung der Ouvertüre zu «Die Diebische Elster», auf der die Wiedergabe durch das Debussy-Trio München beruht.

Die Arrangements jiddischer Lieder, von denen hier eine Auswahl vorgestellt wird, hat das Debussy-Trio München vom Komponisten Kaiserswerth selbst erhalten. Die Musik dieser Lieder schwebt zwischen jiddischen und spätromantisch-frühmodernen Klangwelten, ihrem Text liegen kleine, stets hintergründige Geschichten zugrunde, in denen Lachen und Weinen ineinander übergehen.

 


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Stand: 16. Mai 2010.