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21. Januar 2018

 


9. September 2007

Valentin Klavierquartett

 

Eröffnungskonzert mit dem Valentin-Quartett und Kontrabass

 

Seit seiner Gründung 1996 hat sich das Valentin Klavierquartett besonders durch Auftritte im Rahmen renommierter Festivals, wie "Schleswig Holstein Musikfestival", "Sommerliche Musiktage Hitzacker" und "Schlosskonzerte Elmau" als Spitzenensemble etabliert.

Die von der Fachpresse mit großer Anerkennung bedachte Debüt-CD des Ensembles mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss wird von zahlreichen Radiostationen gesendet.

Anlässlich des 200-sten Todesjahres von Louis Ferdinand hat das Ensemble in Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Label "musicaphon" Werke des Prinzen und Felix Mendelssohn Bartholdys eingespielt.  

Valentin-Klavierquartett

(von links nach rechts):

Inka von Puttkammer, Violine, Isabel Lhotzky, Klavier,

Minako Uno, Viola, Hanno Kuhns, Violoncello,

Philipp-Daniel Singer, Kontrabass

spielen

Prinz Louis Ferdinand von Preußen

Klavierquartett Es-Dur op. 5

Prinz Louis Ferdinand wurde am 18. November 1772 als Sohn von Prinz Ferdinand von Preußen, dem jüngsten Bruder von Friedrich dem Großen, geboren. Er war eine mit ungewöhnlich vielen Gaben gesegnete Persönlichkeit: groß gewachsen, „schön wie Apoll", geschickt in allen Leibesübungen, ein verwegener Reiter, Militärstratege, Reformpolitiker, glänzender Pianist, Komponist - und Frauenheld. Er zählte zum Bekanntenkreis Beethovens, der ihm sein drittes Klavierkonzert op. 37 widmete. Seine frühromantischen Kompositionen wirkten inspirierend auf die deutschen Romantiker. Am 10.10.1806 ist er in einem Vorhutgefecht, vier Tage vor der Schlacht von Jena und Auerstedt gefallen.

In Louis Ferdinands Klavierquartett op. 5 ist die Handschrift des Klaviervirtuosen unverkennbar. Der erste Satz „Allegro espressivo" hat die Form eines aufgelockerten klassischen Sonatensatzes. Das in sanftem As-Dur erklingende Adagio vermittelt den Eindruck von beseelter Resignation und Wehmut. In seinem Menuett in es-moll nimmt Louis Ferdinand die Scherzo-Atmosphäre Schuberts vorweg. Das Werk schließt mit einem Rondo, dessen Thema in eigentümlicher Weise mal verkürzt mal verlängert wirkt. Bei aller pianistischen Bravour sind die drei Streichinstrumente sowohl einzeln, wie auch im Satz gleichwertige Partner des Klaviers.

 

Franz Schubert

Klavierquintett A-Dur op. posthum. 114

"Forellenquintett"

Schubert hat sein jugendlich frisches »Forellenquintett« 1819 im Alter von 22 Jahren komponiert. Ungewöhnlich sind die Fünfsätzigkeit des Werkes und die Einbeziehung eines Kontrabasses. Der konzertante Charakter beruht auf der effektvollen Gegenübergestellung von Klavier und Streichergruppe. Schon das Hauptthema des ersten Satzes wechselt mehrmals zwischen Klavier und Strei­chern. Auch der weitere Verlauf des Satzes ist durch diesen Wechsel gekennzeichnet. Dabei tritt das Klavier mal glitzernd virtuos auf, mal bietet es den Streichern einen zarten Klanghintergrund.

Im Andante in F-dur folgt dem freundlich gesanglichen Haupt-Thema eine melancholisch seufzende Melodie in fis-moll; im Hintergrund steht ein scharf punktiertes Begleitmotiv auf, das zum Kern des 3. Themas wird, bevor das erste Thema, in harmonisch überraschender Weise, wieder aufgenommen wird. Im turbulenten Scherzo wird der temperamentvolle 3/8-Rhythmus des Hauptteils der weich wiegenden Lang-Kurz-Bewegung des Trios gegenübergestellt.

Im 4. Satz stellen die Streicher zunächst alleine die Melodie des Schubert-Liedes »Die Forelle« vor. In den folgenden 6 Variationen, deren Reiz auf der phantasievollen Figurierung und klanglichen Einfärbung der Melodie beruht.

 


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Stand: 16. Mai 2010.