Jülicher Schlosskonzerte©

seit 1979

[Home] [Nach oben] [Konzerte] [Tickets] [Partner] [Sponsoren] [Archiv] [Kontakt] [Impressum]

 

Hier finden Sie alle Infos zu unserem nächsten Konzert-Termin am

21. Januar 2018

 


24. Januar 2010

Katona Twins

 

Gitarrenduo

 

 

Peter und Zoltán Katona

Am Sonntag, dem 24. Januar 2010 um 20 Uhr werden die „Katona Twins“ in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich das vierte Konzert der Saison 2009/10 der „Jülicher Schlosskonzerte“ mit Gitarrenmusik gestalten. Die aus Ungarn stammenden eineiigen Zwillinge Peter und Zoltán Katona werden Werke von Gioachino Rossini, Johann Sebastian Bach, Astor Piazzolla, Derek Charke, Paco de Lucia, Heitor Villa-Lobos und Manuel de Falla vortragen.

Nach großen Erfolgen bei den traditionellen sommerlichen Promenadenkonzerten in London, den „Nights of the Proms“, tritt das zurzeit weltweit wohl bedeutendste Gitarrenduo inzwischen auch in Deutschland in großen Konzerten auf, die den „Proms“ nachgebildet sind: in der vergangenen Adventszeit unter anderem viermal in der Münchener Olympiahalle, zweimal bei „Nokia Nights of the Proms“ in der Köln- (Lanxess-) Arena – und nun, im Neuen Jahr, in der kleinen, aber feinen Jülicher Schlosskapelle. Die „Katona Twins“ begeistern ihr Publikum mit Virtuosität, rhythmischer Präzision, differenzierter Dynamik und unglaublicher Homogenität ihres wie von einem Gitarristen mit 20 Fingern erzeugten Klangs.

 

Zum Programm

„Der Barbier von Sevilla“ ist eine der am meisten gespielten Opern von Gioachino Rossini. Wie bei allen seinen Opern hat die wirkungsvolle Ouvertüre nur wenig Bezug zur Opernhandlung und wird konsequenterweise häufig als eigenständiges Konzertstück gespielt. Ihre Wirkung beruht auf einer stetigen dynamischen und rhythmischen Steigerung bis zur Öffnung des Vorhangs. Auch in diesem Konzert hat die Ouvertüre die Funktion eines Vorhangöffners: Hier sind wir, die Katona-Twins.

Mit seinen Suiten hat Johann Sebastian Bach die vielgestaltigen Tanzformen seiner Zeit vom vergänglichen Bereich der Mode in den unvergänglichen der großen Kunst gehoben. Seine 6 Englischen Suiten, BWV 806-811, hat er um 1715 während seiner Weimarer Zeit komponiert. Bemerkenswerterweise ergibt die Folge ihrer Tonarten A-Dur, a-moll, g-moll, F-Dur, e-moll, d-moll, den Anfang der Choralmelodie „Jesu, meine Freude“. Die 6 Suiten sind 6-sätzig. Sie werden mit einem Präludium eröffnet, dem 5 stilisierte Tanzsätze mit einer Gigue als Finale folgen. Die in diesem Konzert vorgetragene dritte Suite in g-moll, BWV 808, ist wegen ihrer kraftvollen Ecksätze und ihrer kunstvollen elegischen Sarabande besonders eindrucksvoll. Gitarren sind mit dem ursprünglich vorgesehenen Cembalo klanglich verwandt, ihm aber an dynamischer Flexibilität überlegen – was im Arrangement der Katona-Twins besonders eindrucksvoll zur Geltung kommt.

Der Werdegang des argentinischen Bandoneon-Virtuosen und Komponisten Astor Piazzolla wurde durch die Tango-Begeisterung seines Vaters vorgeprägt. Als Komponist hat er den Tango mit Elementen der klassischen Musik, des Jazz und der modernen Musik bereichert und damit zur Konzertmusik geadelt. Was darin vom traditionellen Tango bleibt, sind seine typischen synkopischen Rhythmen, Staccati, harmonischen Wendungen und  Zäsuren, sowie die melancholische Grundstimmung. Seine Tango Suite für Gitarrenduo zeigt diese Elemente besonders eindrucksvoll.

Derek Charke, kanadischer Flötist und Komponist, hat sein Werk “Time’s Passing Breath” (Der Atem der vergehenden Zeit) zwischen 2006 und 2007 für die Katona Twins geschrieben. Das Auf und Ab von Ebbe und Flut überlagert von Glockenschlägen werden in diesem Stück als Symbole der Zeit musikalisch dargestellt. Tonbandaufnahmen hierzu bilden den elektroakustischen  Resonanzboden für die beiden Gitarren.

Paco de Lucia gilt als Großmeister der Flamenco-Gitarre. Kern seines Spiels ist der traditionelle andalusische Flamenco mit seinen typischen rhythmischen, harmonischen und melodischen Grundmustern, den er in einem ihm eigenen Stil mit Elementen der klassischen Musik und des Jazz bereichert hat. „Cepa Andaluza“ bedeutet soviel wie andalusischer Ursprung.

Heitor Villa-Lobos ist der populärste und international bekannteste Dirigent und Komponist Brasiliens. Er hat Kompositionen in allen traditionellen Formen geschrieben – Instrumental- und Vokalmusik, Kammer-, Orchester- und Bühnenmusik. Darin vereinigen sich die Einflüsse brasilianischen Folklore, französischer Impressionisten und russischer Komponisten. Seine „Alma Brasileira” (Brasilianische Seele) für Klavier wurde von den Katona-Twins überzeugend für Gitarrenduo bearbeitet.

Manuel de Falla ist einer der bedeutendsten spanischen Komponisten des ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zwischen andalusischer Volksmusik und französischem Impressionismus hat er seinen eigenen charakteristischen Stil entwickelt. Wie Villa-Lobos hat er für alle traditionellen Musikgattungen geschrieben. Seine 1915 komponierte „Gitanería“ (Zigeunermusik) „El amor brujo“ (Der Liebeszauber) hat er später zu einem Ballett mit Singstimme umgearbeitet. Die Bearbeitung der Katonas beschränkt sich auf die wichtigsten Szenen des Werkes.

Zu den Interpreten

Die aus Ungarn stammenden eineiigen Zwillinge Peter und Zoltán Katona begannen mit zehn Jahren in Budapest ihr Studium der Gitarre. Ihre Karriere begann in Deutschland, wo sie ihr Musikstudium fortsetzten und die lange Liste ihrer Preise begann. Nach großen Erfolgen bei den traditionellen sommerlichen Promenadenkonzerten in London, den „Nights of the Proms“, tritt das zurzeit weltweit wohl bedeutendste Gitarrenduo inzwischen auch in Deutschland in großen Konzerten auf, die den „Proms“ nachgebildet sind: in der vergangenen Adventszeit unter anderem viermal in der Münchener Olympiahalle, zweimal bei „Nokia Nights of the Proms“ in der Köln (Lanxess-)Arena – und nun, im Neuen Jahr, in der kleinen, aber feinen Jülicher Schlosskapelle. Die „Katona Twins“ begeistern ihr Publikum mit Virtuosität, rhythmischer Präzision, differenzierter Dynamik und unglaublicher Homogenität ihres wie von einem Gitarristen mit 20 Fingern erzeugten Klangs...

 

Zum Programmheft

 


Home | Nach oben | Rezension

 webmaster: dr.weitz@online.de
Stand: 16. Mai 2010.