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21. Januar 2018

 


 

10. März 2013

 

Duo Steckel / Rivinius

 

 

                                                                                                        Foto: Emde

Paul Rivinius, Klavier - Julian Steckel, Violoncello

 

Der Cellist Julian Steckel wird mit dem Pianisten Paul Rivinius einen Celloabend geben. „Natürlich ist Julian Steckel längst kein Geheimtipp mehr“ - so schrieb das Klassik Magazin FonoForum im Juli 2011. Spätestens seit dem Gewinn des Internationalen ARD-Wettbewerbes 2010, wo er neben dem 1. Preis auch den Publikumspreis, den Oehms-Classics-Sonderpreis sowie den Sonderpreis des Münchner Kammerorchesters erhielt, ist Julian Steckel international einer der meist gefragten Cellisten.


Vor mehreren Jahren haben sich der junge Cellist Julian Steckel und der Pianist Paul Rivinius zu einem Duo zusammengeschlossen, das auf zahlreiche erfolgreiche Konzerte und CD-Einspielungen zurückblicken kann.

Ihre 2009 von AVI-Music veröffentlichte Einspielung aller Werke für Cello und Klavier von Mendelssohn-Bartholdy wurde von der nationalen und internationalen Fachpresse als Referenzaufnahme bezeichnet und mehrfach ausgezeichnet.
 
Julian Steckel zählt heute zu den gefragtesten und vielseitigsten Musikern seiner Generation. Er studierte u.a. bei Ulrich Voss, Gustav Rivinius, Boris Pergamenschikow und Heinrich Schiff. Als Solist konzertierte er mit dem Orchestre de Paris, den Rundfunksinfonieorchestern Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Saarbrücken, Kopenhagen und Warschau, mit der Kremerata Baltica, dem Franz-Liszt-Kammerorchester Budapest und den Züricher und Stuttgarter Kammerorchestern unter Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Christopher Hogwood, Heinrich Schiff, Andrey Boreyko, Yuri Simonov, Christian Arming, Michael Sanderling, Yoel Levi und John Storgards.

Seine besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik. Er musizierte mit Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Isabelle Faust, Sarah Chang, Gustav Rivinius, Yuri Bashmet, Alexander Lonquich, Thomas Larcher und Francois Leuleux sowie den Quartetten Ebène, Vogler, Guarneri und Talich bei zahlreichen internationalen Festivals in Heimbach, Luzern, Ludwigsburg, Bonn, Schwetzingen, Zermatt, Mondsee, Cambrai und Menton. Auftritte als Solist und Kammermusiker führten ihn u.a. in die Philharmonie und das Konzerthaus Berlin, den Herkulessaal und die Philharmonie am Gasteig in München, in die Hamburger Musikhalle, den Salle Pleyel und das Théatre du Chatelet Paris, die Tonhalle Zürich, das KKL Luzern und das Seoul Arts Center. Im April 2010 gab er sein Debut in der Alice Tully Hall im Lincoln Center in New York.

Julian Steckel wurde mit zahlreichen ersten und zweiten Preisen ausgezeichnet, vom Rostropowitsch-Wettbewerb Paris über den Grand Prix Feuermann in Berlin, den Internationalen Casals-Wettbewerb Kronberg, den Internationalen Lutoslawski-Wettbewerb Warschau bis zum Deutschen Musikwettbewerb in Berlin. Darüber hinaus erhielt er den Preis des Verbier-Festivals und zuletzt den Borletti- Buitoni-Trust Fellowship Award in London.

Julian Steckel ist Mitglied des Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado.


 
Paul Rivinius schloss 1996 an der Musikhochschule München bei Prof. Gerhard Oppitz sein Klavierexamen und 1998 dessen Meisterklasse mit Auszeichnung ab.

Er ist Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe, u.a. des Münchener ARD-Wettbewerbs. 1988 erhielt er den Förderpreis der Saarländischen Sparkassen und 1989 den Kulturpreis der Deutschen Industrie.

Bei zahlreichen Fernsehaufnahmen und Konzerten, u.a. in Japan und Amerika, musizierte er als Klavierpartner seines Bruders Gustav Rivinius (Violoncello) und spielte unter so namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado.

Seit 1986 ist er Mitglied des Clemente Trios und seit 2004 Pianist des Mozart Piano Quartets. Das Trio gewann 1995 den internationalen Kammermusikwettbewerb von Caltanissetta und wurde weltweit zu vielen Konzerten eingeladen, u.a. nach Vietnam, nach Japan (Suntory Hall), Thailand, Australien und in die USA.

Gemeinsam mit dem Cellisten Johannes Moser wurde er 2007 mit dem Echo Klassik Preis für die Einspielung mehrerer Cello Sonaten von Schostakowitsch, Weinberg und Boris Tschaikowsky ausgezeichnet.

Seit 2002 ist Paul Rivinius an der Universität der Künste Berlin als künstlerischer Mitarbeiter im Fachbereich Kammermusik tätig.

 


 

 

Das Programm

 

Robert Schumann

(1810 - 1856)

 

Fünf Stücke im Volkston für Violoncello und Klavier op. 102 

(1848)

Mit Humor

Langsam

Mit viel Ton

Nicht zu rasch

Stark und markiert

 

Ludwig van Beethoven

(1770 - 1827)

 

Sonate Nr. 3 für Violoncello und Klavier A-dur op. 69

(1808)

I. Allegro, ma non tanto

II. Scherzo: Allegro molto

III. Adagio - Allegro vivace

 

-------------  Pause -----------

 

Dimitrij Schostakowitsch

(1906 - 1975)

 

Sonate für Violoncello und Klavier d-moll op. 40

(1934)

I. Allegro non troppo

II. Allegro

III. Largo

IV. Allegro

 


 

 

Zum Programm

Die fünf Stücke im Volkston von Robert Schumann sind in ihrer Gegensätzlichkeit besonders reizvoll: Im ersten sind ungarische Stilelemente verarbeitet, das zweite erinnert an ein Wiegenlied, im dritten wird die ganze Bandbreite des Cellos klanglich ausgekostet, das vierte hat Marsch-Charakter, das fünfte, durchgängig in Moll komponiert, wird von Leidenschaftlichkeit beherrscht.

Ludwig van Beethovens A-Dur Sonate aus seiner mittleren Schaffensperiode ist das populärste und meistgespielte seiner fünf Werke für Violoncello und Klavier. Im weitgespannten, vom Cello solistisch angestimmten melodischen Hauptthema zeigt sich der heitere Grundcharakter des Werkes, der rhythmisch spannungsreich akzentuiert wird. Im zweiten Satz, einem fünfteiligen Scherzo, stehen die beiden Instrumente in synkopiertem Dialog miteinander. Ein ausgeprägter langsamer Satz fehlt. Stattdessen leitet das ausdrucksstarke Cantabile im dritten Satz ein heiteres und spielfreudiges Finale ein. Eine brillante Coda setzt den Schlusspunkt.

Die viersätzige Sonate gilt als Dimitrij Schostakowitschs erstes bedeutendes Kammermusikwerk. Sie trägt konservativ-spätromantische Züge. Die Uraufführung 1935 war ein großer Erfolg, da es der von Josef Stalin geforderten "Verständlichkeit" entsprach. Die anspruchsvolle Sonate gehört bis heute zum Repertoire jedes renommierten Cellisten. Zu perlender Klavierbegleitung spielt das Cello zunächst als erstes Thema eine lyrische Melodie, danach übernimmt das Klavier das schwelgerische Seitenthema und übergibt dem Cello die Weiterführung. Im dreiteiligen Scherzo erleben wir einen temperamentvollen Rundtanz mit klanglich raffinierten Flageolett-Passagen, vom Klavier in hohem Diskant begleitet. Die Sonate ist als ausgeprägtes Duo mit gleichberechtigten Partnern konzipiert. Eine Ausnahme ist der dritte Satz, der stark von geheimnisvollen Cello-Kantilenen geprägt wird. Hier hat das Klavier hauptsächlich begleitende Funktion. Der vierte Satz ist mit seinem heiteren Rondo-Thema durch musikantische Spielfreude geprägt.

 

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Stand: 13. März 2013.