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21. Januar 2018

 


 

20. Januar 2013

 

Mandelring Quartett

mit Marimbaphon

 

                                                                                Foto: Emde

 

Sebastian Schmidt, Violine
Nanette Schmidt, Violine
Roland Glassl, Viola
Bernhard Schmidt, Violoncello


und

 


Katarzyna Myćka, Marimbaphon
 

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Ein Hörgenuss der besonderen Art wartet am 20. Januar 2013 auf Sie. Das international renommierte Mandelring Quartett mit der Marimbaphon-Solistin Katarzyna Myčka wird am 20. Januar 2013 neben Werken für Streichquartett auch zwei Original-Kompositionen für Marimbaphon und Streichquartett aufführen.

Der WDR wird dieses Konzert mitschneiden und in der Reihe Kammerkonzerte des WDR in NRW senden

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung konstatiert schon 2008, das Mandelring Quartett habe das Zeug, an die Stelle des Alban Berg Quartetts zu treten. Mit Bezug auf den Schostakowitsch-Zyklus bei den Salzburger Festspielen sieht das führende österreichische Kulturmagazin "Die Bühne" das Mandelring Quartett als Erben des legendären Borodin-Quartetts und das renommierte Musikmagazin Fono Forum zählt das Mandelring Quartett zu den sechs besten Streichquartetten der Welt.

 Markenzeichen des Mandelring Quartetts sind seine Expressivität und phänomenale Homogenität. Die vier Individualisten verschmelzen im gemeinsamen Willen, stets nach dem Kern der Musik zu suchen und sich der musikalischen Wahrheit zu stellen. Durch Erfassen der geistigen Dimension, Ausloten der emotionalen Extreme und Arbeit am Detail machen die Musiker die Vielschichtigkeit der Werke erlebbar. Dabei ist ihr Zugang zur Musik immer emotional und persönlich.

 Der Gewinn großer Wettbewerbe - München (ARD), Evian und Reggio Emilia (Premio Paolo Borciani) war der Einstieg in die internationale Karriere. Konzertreisen führen das Ensemble in europäische Musikzentren wie Amsterdam, Brüssel, London, Madrid, Paris und Wien. Die Metropolen New York, Washington, Los Angeles, Vancouver und Tokio finden sich ebenso im Konzertkalender wie regelmäßige Tourneen nach Mittel- und Südamerika, in den Nahen Osten und nach Asien. Das Quartett ist zu Gast beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Oleg Kagan Musikfest, den Festivals in Montpellier, Lockenhaus und Kuhmo, dem Enescu-Festival Bukarest und bei den Salzburger Festspielen.

 Zahlreiche CD-Aufnahmen, die wiederholt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielten und für den International Classical Music Award nominiert wurden, zeigen die außergewöhnliche Qualität und das breite Repertoire des Quartetts. So wurde die Einspielung der Streichquartette von Schostakowitsch vielfach mit Preisen ausgezeichnet und von der Presse als eine der herausragenden Gesamteditionen unserer Zeit beurteilt. CD-Produktionen mit Werken von Schubert und Schumann wurden als neue Referenzaufnahmen gewürdigt und auch die jüngst vorgelegte Aufnahme der Streichquartette von Leoš Janáček erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

 Das HAMBACHERMusikFEST, das Festival des Quartetts, ist jedes Jahr ein Treffpunkt für Kammermusikfreunde aus aller Welt. Seit 2010 gestaltet das Mandelring Quartett eigene Konzertreihen in der Berliner Philharmonie und in seiner Heimatstadt Neustadt an der Weinstraße. 2011 führte das Mandelring Quartett mehrfach den Zyklus aller 15 Schostakowitsch-Quartette auf - unter anderem bei den Salzburger Festspielen. Weitere Schostakowitsch-Zyklen, etwa im November 2012 in Berlin, werden im In- und Ausland folgen.

 

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Für die Marimba-Solistin und Kammermusikerin Katarzyna Myćka stellt das Instrument Marimba das ideale Medium für die musikalische Aussage dar. In den vergangenen Jahren hat sie viel Zeit und Enthusiasmus dafür verwendet, die Marimba als Soloinstrument weiter zu popularisieren.

Dazu trug im Wesentlichen auch die Gründung der „Internationalen Katarzyna Myćka Marimba Akademie (IKMMA)” im Jahr 2003 bei.

Mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben (CIEM Genf 1992 - Sonderpreis, IPCL Luxemburg 1995 – 1. und Publikumspreis, World Marimba Competition Stuttgart 1996 – 1. Preis) bestätigten sie darin, als Botschafterin für die Marimba in aller Welt sowohl für das Publikum, als auch für viele Komponisten tätig zu sein.

Sie sieht es als ihre Aufgabe an, diesen Weg weiter zu beschreiten. Dadurch erreicht sie, dass viele Komponisten und Komponistinnen auf sie aufmerksam werden, Werke wurden ihr gewidmet und für sie geschrieben.


 


 

Das Programm

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

(1809 - 1847)


Streichquartett D-Dur op. 44/1

 

Molto allegro vivace

Menuetto: Un poco allegretto

Andante espressivo ma con moto

Presto con brio

 


Emmanuel Séjourné

(geb. 1961)


Konzert für Marimba und Streicher

 

Tempo souple

Rythmique, énergique

 


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Claude Debussy

(1862 - 1918)
 

Streichquartett g-Moll op.10

 

Animé et très décidé

Assez vif et bien rythmé

Andantino, doucement expressif

Très modéré - Très mouvementé et avec passion

 


Ney Rosauro

(geb. 1952)


Konzert für Marimba und Streicher op. 12

 

Saudaçao (Grüße): Allegro

Lamento: Poco adagio

Dança: Molto animato

Despedida (Lebewohl): Prestissimo


 

 


Zum Programm

 

Das Quartett D-Dur op. 44 Nr.1 von Felix Mendelssohn-Bartholdy entstand 1839. Im ersten Satz und im Trio des Menuetts brilliert die erste Violine wie bei einem Violinkonzert. Im elegisch umschatteten Andante espressivo hat die zweite Violine einen bedeutenderen Part. Im letzten Satz erlebt der Zuhörer sprühende Virtuosität und Lebensfreude. Dieses Werk wurde vom Komponisten selbst als besonders dankbar und wirkungsvoll eingeschätzt.

Ein hinreißender Klangzauber entsteht, wenn zum Streichquartett die Marimba mit ihrem weichen und obertonreichen Klang hinzukommt. Der französische Komponist Emmanuel Séjourné verbindet hochromantische Stilelemente mit dem harten Rhythmus des spanischen Flamenco.      
Geboren am 16. Juli 1961 in Limoges, studierte er Schlagwerk am Conservatoire National de Strasbourg bei Jean Batigne, wobei er sich auf Marimba und Vibraphon konzentrierte. Seitdem legte er seinen Schwerpunkt auf zeitgenössische Musik. Wichtig ist ihm vor allem improvisierte Musik, den Jazz eingeschlossen. Zusammen mit dem Saxophonisten Philippe Geiss gründete er das Ensemble Noco Music, dessen Einspielungen 1984 erstmals einen Grand Prix Du Disc erhielten. Als Komponist trat er seit 1984 zunächst mit Bühnenmusiken für verschiedene Theater hervor, wobei er 1985 beim Festival von Avignon für seine Bühnenmusik zum Schauspiel La légende des siècles nach Victor Hugo einen Preis für die beste Bühnenmusik erhielt.

Claude Debussys Streichquartett, das 1894 zur Zeit seiner Arbeit an "Un Prélude à l'aprés-midi d'un faun" entstand, ist ein erstaunlich reifes Jugendwerk, das auf der einen Seite noch dem traditionellen Formschema folgt (Kopfsatz in Sonatenform, Scherzo mit herkömmlichem Trio, ein langsamer Satz, der an ein Notturno erinnert, ein Finale, in dem sich Rondo- und Sonatenform mischen), in dem aber andererseits bereits alle Nuancen eines impressionistischen Stils hörbar werden.

Der brasilianische Dirigent, Komponist und Marimbaphon-Virtuose Ney Rosauro wurde am 24. Oktober 1952 in Rio de Janeiro geboren, wo er 1977 das Musikstudium begann. Rosauro komponierte über 50 Werke für Schlagwerk und ist Verfasser einiger pädagogischer Bücher. Seine Werke sind weltweit bekannt und wurden schon von namhaften Künstlern wie Evelyn Glennie und dem London Symphony Orchestra aufgeführt. Sein von der Volksmusik seines Landes geprägtes Konzert für Marimba und Streichquartett ist, im Unterschied zum Werk Séjournés, das noch stark von der Hochromantik beeinflusst ist, durchweg von einer moderneren Tonsprache bestimmt, rhythmisch äußerst raffiniert, in der Stimmung eher düster.

  


  

Zu den Interpreten

 

Mandelring Quartett    Katarzyna Myćka (Marimba)


Das seit 25 Jahren bestehende Mandelring Quartett hat längst die großen Podien der Welt erobert. Als Gewinner der Internationalen Wettbewerbe in München (ARD), Evian und Reggio Emilia (Paolo Borciani) ist das Quartett heute weltweit zu Gast bei großen Festivals und renommierten Kammermusikreihen.

1997 gründete das Mandelring Quartett das international bekannte Hambacher Musikfest. Jedes Jahr lädt das Ensemble bekannte Solisten und Kammermusiker auf das berühmte Hambacher Schloss. So auch die namhafte Marimba-Spezialistin Katarzyna Mycka, mit der nun die Zusammenarbeit auch außerhalb des Festivals intensiviert wird. Die Marimba-Solistin und Kammermusikerin hat in den vergangenen Jahren viel Zeit und Enthusiasmus darauf verwendet, die Marimba als Soloinstrument zu popularisieren. Dazu trug auch die Gründung der Internationalen Katarzyna Mycka Marimba Akademie (IKMMA) im Jahre 2003 bei. Sie erhielt zahlreiche internationale Preise und wurde von der Polish Percussive Arts Society mit dem Titel Botschafterin der Polnischen Schlagzeugkunst geehrt. Von Katarzyna Mycka liegen fünf CDs vor, die ihre künstlerische Vielseitigkeit und die Vielschichtigkeit, der von ihr aufgenommenen Werke, dokumentieren.

 

 


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Stand: 22. Januar 2013.