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21. Januar 2018

 


 

21. September 2014

 

Take Four Guitar Quartet

 

 

 

„Orient Express”

 

                                                                                                                     Foto: W. Emde

Die vier Gitarristen Pia Grees, Johan Fostier, Giorgio Albiani und Luc Vander Borght bilden seit 1999 das Take Four Guitar Quartet, mit dem sie nun seit 15 Jahren auf internationalem Parkett konzertieren. Diese lange Verbundenheit in der Musik und in ihrer Freundschaft spiegelt sich im Zusammenspiel wider und macht ihre Musik zu etwas Besonderem - für die Musiker und ihre Zuhörer gleichermaßen.

Seit ihrer Ausbildung in Paris bei Alberto Ponce sind sie fasziniert von den  vielfältigen Möglichkeiten des Quartetts: Das durch Oktav- und Bassgitarre erweiterte Klangspektrum, die orchestrale Klangbrillanz, die szenische Abwechslung und nicht zuletzt die immer wieder neue Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Schwerpunkten eines jeden Musikers.

Take Four veröffentlichte bisher 3 CDs, zuletzt erschien im Februar 2014 "Orient Express".

 

Pia Grees beeindruckt nach einer breit gefächerten musikalisch-künstlerischen Ausbildung in Essen, Freiburg und Paris durch ihre Vielseitigkeit: Einerseits professionelles Arbeiten auf hohem künstlerischem Niveau z.B. mit Mitgliedern des SWR-Orchesters, dem Ensemble Recherche, dem Take Four Guitar Quartet, CD-Einspielungen und Konzerten, andererseits eigene pädagogische Konzepte zur Basisarbeit mit Vorschulkindern: „Nach mehreren Jahren als Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Liège zieht es mich an die Wurzeln zurück. Die Bedeutung der frühen Kindheit für die ganze weitere Entwicklung des Menschen und die wichtige Rolle, die Musik und Kunst darin spielen, werden mir immer bewusster.“ Wichtig ist für Pia Grees immer das Miteinander: Musik als Kommunikation - mit dem Komponisten, den Mitspielern, den Schülern und Studenten und nicht zuletzt dem Publikum. Aktuell unterrichtet sie am MKS Schaffhausen.


Johan Fostier ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe (u.a. dem 1. Preis beim renommierten Wettbewerb der Guitar Foundation of America). Seine Konzerte als Solist und Kammermusiker führen ihn nach Russland, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Marokko, Estland und Südamerika. Er ist Mitglied des Vokalquintetts Wappa Tonic und begleitet regelmäßig verschiedene Sänger. In seiner außergewöhnlich lyrischen Melodiengestaltung spürt man seine tiefe Liebe zum Gesang. Die Zusammenarbeit mit Schauspielern, sowie seine ständige Suche nach Einheit zwischen Körper und Instrument, tragen zu seiner besonderen Bühnenpräsenz bei. Er studierte in Brüssel (Guy Van Waas), in Paris (Alberto Ponce) und in der Schweiz ( Joaquim Freire,
Susanne Mebes). Johan Fostier beschreibt seine Philosophie so: 1. „Etre“, 2. „Donner“, 3. „Il n'y a pas de trois!“ (1. „Sein“ 2. „Geben“ 3. „Es gibt kein Drittens!“)


Giorgio Albiani begann bereits im Alter von fünf Jahren auf der Gitarre zu spielen. Unter seinen späteren Lehrern waren Vincenzo Saldarellei, Florindo Baldissera, Leo Brower, Alvaro Company und Alberto Ponce. Giorgio Albiani studierte an der Accademia Chigiana in
Siena und der Ecole Normale de Musique in Paris. Als Komponist und Toningenieur schrieb er Soundtracks für Performances mit Schauspielern wie Simona Marchini, Mico Cundari, Manuela Kusterman, Riccardo Cucciolla, Franca Nuti, Sandro Lombardi und Davide Riondino. Dafür wurden ihm verschiedene Auszeichnungen verliehen. Giorgio Albiani konzertiert als Solist auf internationalen Bühnen wie Paris, Lugano, Bologna, Florence, Barcelona, Seville und New York. Er ist Kommissionsmitglied in internationalen Jurys und Lehrer hochrangiger Meisterklassen in Italien und an ausländischen Musikkonservatorien. Giorgio Albiani unterrichtet am Musikkonservatorium “B. Maderna” in Cesena.


Luc Vander Borght "Le son c'est le prolongement de l'âme" (Klang ist die Verlängerung der Seele). Luc Vander Borght studierte am Konservatorium in Brüssel, war Meisterschüler von Alberto Ponce in Paris und besuchte u.a. Meisterkurse bei John Williams in Spanien. Bestrebt, die Horizonte der Gitarre zu erweitern, bekannte Musik unter verschiedenen Gesichtspunkten in neues Licht zu tauchen sowie unbekannte musikalische Schätze neu zu entdecken, schreibt er zahlreiche Transkriptionen und Bearbeitungen, in denen seine besondere Affinität und sein besonderes Feingefühl für Klang zum Ausdruck kommen. Seine Arrangements lassen den ganzen Facettenreichtum und die vielfältigen Möglichkeiten von vier Gitarren lebendig werden. Nach seiner zehnjährigen Lehrtätigkeit am Conservatoire Royal in Liège (Belgien) unterrichtet er derzeit an der Academie Prinz Rainier III in Monaco. Luc Vander Borght ist Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe.

 


 

Das Programm

 

Orient Express, Klänge des Ostens..
 

Die Zuhörer erwartet ein für die Gitarre unerwarteter Streifzug an einige der schönsten Schauplätze osteuropäischer Musikkultur. Die Musik entführt den Zuhörer in mystische Landschaften und weite Ebenen, in denen folkloristische Tänze, nostalgische Wiegenlieder und Lieder von der Erde und vom Feuer ihren Ursprung haben:

 

 

Aram Khatchaturian

(1903-1978)

aus dem Ballett „Gayaneh“
Tanz der Rosenmädchen / Wiegenlied / Säbeltanz

 

Antonin Dvorak

(1841-1904)

aus der Serenade E-Dur op.22
Moderato / Tempo di Valse / Finale: Allegro Vivace

 

Dmitri Schostakowitsch

(1906-1975)

Jazz-Suite Nr. 1
Foxtrot (Blues) / Waltz / Polka

  

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Joseph Achron

(1886-1943)

Mélodie Hébraique

 

Komitas Vardapet

(1869-1935)

 

Armenische Volkstänze
Hoi, Nazane / Chouchiki / Noubar-Noubar / Vararchabad

 

 

Astor Piazzolla

(1921-1992)

Soledad - Fugata

                                                   

 

Unto Mononen

(1930-1968) 

Jos Jätät minut

Kangastus

 

 

 

 


 

 

Zum Programm

 

Klänge des Ostens

Das Programm eröffnet mit drei Stücken Katchaturians aus seinem Ballet “Gayaneh”: Feine Delikatesse im “Tanz der jungen Mädchen”, lyrische Intensität in der Berceuse und starke Kraft im “Säbeltanz” zeugen von der großen russischen Seele, einem zentralen Charakteristikum des Stils Katchurians.
Darauf folgt mit romantischem Elan die Streicher-Serenade des tschechischen Komponisten Anton Dvorák: Die Leichtigkeit des Moderato, die Verträumtheit des zweiten Satzes und die zügellose Energie des Finales verführen den Zuhörer augenblicklich. Der Titel “Serenade für Saiteninstrumente” könnte glauben machen, dass der Gedanke an Gitarren bereits mitschwang.

Ein energischer Foxtrott, ein eleganter nostalgischer Walzer und eine humoristische Polka beschließen die erste Hälfte des Programms. Die charakteristischen Tanzsätze der Jazz-Suite von Schostakovitch werden diejenigen überraschen, denen eher die schwermütigen Werke Schostakovitchs geläufig sind.


Die zweite Hälfte wird eingeleitet von der “Hebräischen Melodie” von Joseph Achron und gibt Zeugnis von dem Bedürfnis des russischen Exilkomponisten eine wahrhaft jüdische Musik zu entwickeln. Diese Melodie, getränkt von Tränen, sich bis zur zentralen Kadenz entzündend und entflammend, ist ein besonders berührender und eindrucksvoller Moment des Programms
Mit den folkloristischen Melodien von Komitas tauchen wir ein in die armenische Tradition. Dem Fest des Herbstes, sonnig und heiter wie ein Frühling, folgt die nostalgische Ballade “Chouchiki”, und im wilden Tanz von Varar verschlingen und verlieren sich Bass- und Oktavgitarre ineinander, um sich spielerisch und mühelos improvisierend in festlichen Rhythmen wieder zu finden. Hier endet die Reise des Orient Express.
 

Nun tauchen wir noch ein in die Welt des Tangos, zunächst mit zwei Stücken des wohl berühmtesten Tangokomponisten Astor Piazzolla und beschließen dann diese Klangreise zu verschiedenen Horizonten mit zwei finnischen Tangos Unto Mononens, wo die Melodie der Gesang der Seele ist, stark und mächtig.

 

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Stand: 25. September 2014.