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21. Januar 2018

 


 

7. Mai 2017

 

German Hornsound

Opernfragment in drei Akten für vier Hörner und Schauspieler von Richard Wagner und Giuseppe Verdi

 

gefördert vom Kultursekretariat NRW Gütersloh

und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

 

         

 

 

                                                                                            Foto: Wolgang Emde

 

Sebastian Schorr, Horn

Stephan Schottstädt, Horn

Martin Neubauer, Sprecher

Christoph Eß, Horn

Timo Steininger, Horn

 

 

 

Das Hornquartett „german hornsound“, das sich 2009 aus vier ehemaligen Studenten der Hornklasse von Prof. Christian Lampert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart gründete, hat sich durch sein außergewöhnliches Profil mittlerweile einen internationalen Namen gemacht und debütierte in den vergangenen Jahren bei nahezu allen deutschsprachigen Musikfestivals.

Das Repertoire des Ensembles beinhaltet sämtliche Epochen der Musikgeschichte, Originalwerke sowie Arrangements. Durch eigene Arrangements jedoch bietet „german hornsound“ programmatisch weit mehr als das gängige Hornquartett-Repertoire. Seit der Gründung wurde „german hornsound“ mehrfach bei Festivals wie dem Festival Mitte Europa, dem Festivalsommer auf Schloss Seehof oder dem Ebracher Musiksommer eingeladen. 

In der kommenden Saison wird german hornsound Aufführungen mit dem Tokyo Symphony Orchestra sowie mit Orchestern in Hongkong, Taiwan und Deutschland spielen. Alle vier Hornisten haben Anstellungen in professionellen Orchestern; bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Staatsoper Hannover, dem Konzerthausorchester Berlin sowie den Bamberger Symphonikern. Die besondere Individualität des Ensembles zeigt sich auch darin, dass sämtliche Arrangements aus den Federn der Mitglieder stammen und somit perfekt auf das Ensemble zugeschnitten sind.

Außerdem verleihen Sebastian Schorrs Illustrationen den Booklets der CD-Produktionen eine ganz persönliche Note. Alle bisherigen CDs sind beim Label GENUIN classics erschienen.

 


 

Die Interpreten

 

Christoph Eß ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und gilt heute als einer der führenden Hornisten seiner Generation. Neben seiner Tätigkeit als Solohornist der Bamberger Symphoniker tritt er zudem als gefragter Solist und Kammermusiker in Erscheinung. Zum Wintersemester 2017/2018 folgt er einem Ruf als Professor für Horn an die Musikhochschule Lübeck. 

Seine Ausbildung begann er bei Peter Hoefs an der Tübinger Musikschule und studierte bei Prof. Christian Lampert und Wolfgang Wipfler an den Musikhochschulen Basel und Stuttgart, wo er im Juni 2008 sein Diplom mit Auszeichnung ablegte.

In der Saison 2017/2018 ist Eß Artist in Residence bei der Philharmonie Neubrandenburg und nimmt mit dem Folkwang Kammerorchester Essen alle Mozart Hornkonzerte für das Label Genuin classics auf. Weitere Höhepunkte des laufenden Jahres sind Auftritte mit den Bamberger Symphonikern, der Kammerphilharmonie Graubünden sowie der Rheinischen Philharmonie Koblenz. Christoph Eß arbeitet dabei mit Dirigenten wie Jonathan Nott, Yakov Kreizberg (†2011), Rafael Frübeck de Burgos (†2014), Christoph Poppen und Michael Sanderling.

Zudem widmet sich Eß intensiv der Kammermusik in verschiedensten Formationen. Als Initiator des 2010 gegründeten Hornquartett „german hornsound“ sowie mit Partnern wie Christian Zacharias, Andreas Scholl, dem Fauré Quartett, dem Zemlinsky Quartett, Quatour Ebène, Boris Kusnezow und Viviane Hagner ist er in regelmäßigen Abständen auf führenden Musikfestivals zu hören.

Der Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben war Solohornist der Jungen Deutschen Philharmonie und des European Union Youth Orchestras. Weiterhin folgte er Einladungen der Berliner und Münchner Philharmoniker, der Staatskapelle Dresden und Berlin, der Staatsoper München, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mahler Chamber Orchestra sowie German Brass. Für die Spielzeit 2005/2006 war er als dritter Hornist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks angestellt, spielte im Jahr 2007 als Solohornist bei den Essener Philharmonikern und hat seit der Saison 2007/2008 ein festes Engagement als Solohornist bei den Bamberger Symphonikern.

Sebastian Schorr (*1982) begann sein Studium 2002 bei Prof. Christian Lampert und Horst Ziegler in Basel und folgte Lampert 2004 an die Musikhochschule Stuttgart. Erfolge bei „Jugend musiziert“ und die Mitgliedschaft beim Bundesjugendorchester gaben ihm weitere musikalische Impulse. Nachdem er als Aushilfe für ein Jahr beim Staatstheater Kassel angestellt war, wechselte er 2006 als erster Solohornist zur Württembergischen Philharmonie Reutlingen, mit der er viele Konzertreisen im In- und Ausland unternimmt. Seine Aushilfstätigkeit erstreckt sich über führende deutsche Orchester wie dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern oder dem Konzerthausorchester Berlin.

Stephan Schottstädt entschied sich nach neun Jahren Trompetenunterricht 1997 für das Horn. Schon bald wurde er Jungstudent an der HfM Köln bei Paul van Zelm und studierte dort anschließend bis zum Vordiplom. Stephan wechselte 2006 an die MH Stuttgart zu Christian Lampert, wo er 2008 sein Diplom mit Auszeichnung ablegte. Er war mehrere Jahre Hornist im Landesjugendorchester NRW sowie im Bundesjugendorchester und von 2003 bis 2009 Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. 2004 bis 2006 spielte er als Akademist bei den Düsseldorfer Sinfonikern. Es folgten Aushilfen u.a. an der Oper Frankfurt, der NDR Radiophilharmonie und den Bamberger Symphonikern. 2008 hatte Stephan einen Zeitvertrag an der Staatsoper Stuttgart inne. Von 2009 bis 2010 war er Mitglied der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und von 2010 bis 2011 beim Staatstheater Kassel und spielt seit 2011 beim Staatsorchester Hannover. Zudem ist Stephan seit 2013 Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele und erweitert sein kammermusikalisches Schaffen mit dem Ensemble 'german hornsound'.

Timo Steininger (*1984 in Lörrach) bekam seinen ersten Hornunterricht im Alter von sechs Jahren bei Heiner Krause. Im Jahr 2001 wurde er Jungstudent bei Professor Xiao-Ming Han an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. 2002 wechselte er als Jungstudent an die Musikakademie der Stadt Basel zu Professor Christian Lampert und Horst Ziegler. 2004-2008 studierte  er bei Christian Lampert an der Musikhochschule Stuttgart.

Timo Steininger gewann zwei erste Bundespreise bei „Jugend musiziert“ und war Mitglied im Bundesjugendorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und im Gustav-Mahler-Jugendorchester. Von 2005-2006 war er als Aushilfe beim Staatstheater Stuttgart angestellt. 2007 ging er als tiefer Hornist für ein festes Engagement zum Konzerthausorchester Berlin. Er spielte in namhaften Orchestern wie dem Symphonieorchester des SWR, dem Symphonieorchester des NDR und den Bamberger Symphonikern. Seit 2008 wird er regelmäßig zu Gastspielen bei den Berliner Philharmonikern eingeladen und spielte im Juli und August diesen Jahres erstmalig bei den Bayreuther Festspielen mit.

Er konzertierte unter berühmten Dirigenten wie Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann, Mariss Jansons, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst.

 

Martin Neubauer (Sprecher) erhielt seine Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule. Nach Theaterjahren in Hannover und Essen, Rundfunk und Fernsehtätigkeit, verlegte er sich auf die Rezitation. Er tritt mit literarischen Programmen bundesweit auf (Goethe-Haus Frankfurt, Stiftung Weimarer Klassik, Passauer Festwochen u.a.) Mehrere Lesungen liegen auf Tonträgern vor. 1993 gründete Neubauer das Brentano-Theater in Bamberg, dessen Spielplan sich um Vergessenes bemüht.

Einen besonderen Schwerpunkt in Neubauers Arbeit stellt die Verbindung von gesprochenem Wort und Musik dar. So war er in Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern, dem Kölner Rundfunkorchester und im Lese-Duo mit Dietrich Fischer-Dieskau zu hören.

 


 

 

Siegfried & Violetta

oder

List, Last, Lust und Lunge

 

Ouvertüre

Verdi: Aida, Fanfare aus dem 1. Akt (Arr.: Rainer Schottstädt)

1. Akt. Venedig 1858 • Caffè Florian »La Sala Orientale«

Wagner: Der fliegende Holländer, Ouvertüre (Arr.: Stephan Schottstädt)

Wagner: Tannhäuser, Jagdhörner

Wagner: Tannhäuser, Pilgerchor

Wagner: Tristan, Jagdhörner

Verdi/Wagner: La Traviata/Lohengrin-Mix (Arr. Rainer Schottstädt)

Verdi: La Traviata, 'ah fors...' (Arr.: Stephan Schottstädt)

Wagner: Lohengrin, Brautchor (Arr.: Stephan Schottstädt)

Verdi: La Traviata, 'Sempre libera...' (Arr.: Stephan Schottstädt)

 

--- Pause ---

 

Intermezzo

Verdi: Rigoletto, 'La donna è mobile' (Arr.: Rainer Schottstädt)

2. Akt. Venedig 1880 • Caffè Florian »La Sala Cinese«

Wagner: Tannhäuser, Lied an den Abendstern (Arr.: Christoph Ess)

Wagner: Lohengrin, Liebesduett (Arr.: Stephan Schottstädt)

Wagner: Siegfriedidyll (Arr.: Stephan Schottstädt)

Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg, Vorspiel 3. Akt (Arr.: Christoph Ess)

Verdi: Aida, Vorspiel (Arr.: Stephan Schottstädt)

Verdi: Aida, Triumphmarsch (Arr.: Rainer Schottstädt)

 

--- Pause ---

 

Intermezzo

Verdi: Don Carlos, Vorspiel

3. Akt. Venedig 1883 • Caffè Florian »La Sala delle Stagioni«

Wagner: Parsifal, Vorspiel (Arr.: Stephan Schottstädt)

Wagner: Parsifal, Karfreitagszauber (Arr.: Stephan Schottstädt)

Verdi: Requiem, Lacrimosa (Arr.: Christoph Ess)

Verdi: Otello, Ave Maria (Arr. Stephan Schottstädt)

Toselli: Serenata (Arr.: Christoph Ess)

Wagner/Verdi: Tannhäuser/Macht des Schicksals-Mix (Arr.: Stephan Schottstädt)

 


 

Zum Programm

 

"Opernfragment in drei Akten für vier Hörner und einen Schauspieler von

Richard Wagner und Giuseppe Verdi"

 

Libretto: Herbert Rosendorfer

Inszenierung: Karl Dietrich Gräwe)

 

Für das Jahr 2013 hat „German Hornsound“ in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Schriftsteller Herbert Rosendorfer und dem Berliner Dramaturgen Karl-Dietrich Gräwe ein eigenes Projekt zu Ehren der beiden Geburtstagsjubilare Richard Wagner und Giuseppe Verdi entwickelt. Mit diesem dreiaktigen Opernfragment „Siegfried und Violetta“ ist das Hornquartett  schon auf führenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern, dem Oberstdorfer Musiksommer, dem Vielklang-Sommer Tübingen sowie dem Festival zwischen Inn und Salzach zu hören gewesen.

Karl Dietrich Gräwe wurde 1937 in Bielefeld geboren. In München studierte er die Fächer Musik, Theater und Germanistik und beendete sein Studium mit einer Dissertation über "Ariadne auf Naxos" von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Seine Lehraufträge führten ihn von München nach Hamburg und Berlin. In Hamburg war er außerdem Dramaturg an der Staatsoper, in Berlin bis 1984 Chefdramaturg an der Deutschen Oper.
Seit 1969 arbeitet er in freier Mitarbeit bei Rundfunk und Fernsehen. Seine Lieblingskomponisten: Mozart, Verdi und Offenbach.

Die beiden Komponisten Wagner und Verdi werden hier durch die Aufzeichnungen eines ehemaligen Oberkellners des Caffè Florian in Venedig dem Publikum näher gebracht. Dieser, Teodoro genannt, ist wie ein dienstfertiger Geist allgegenwärtig, aber  für Wagner und Verdi "unsichtbar"; er kann ihnen unbemerkt zuhören.

Wagner und Verdi waren einfach neugierig aufeinander, nur durften weder die Öffentlichkeit noch die zugehörigen Frauen davon etwas wissen (Cosima sowieso nicht). Dreimal in ihrem Leben (1 x pro Akt) - das letzte Mal in Wagners Todesjahr 1883 - haben sie sich heimlich und inkognito im Caffè Florian getroffen, und Teodoro war, wie sich das für einen guten Kellner gehört, unauffällig dabei und hat alles minuziös gespeichert.

Dieses fiktive Gespräch wird mit zum Inhalt des Textes passenden Auszügen aus den Opern der beiden Komponisten - eigens für "German Hornsound" arrangiert - vervollständigt, um so ein musikalisch-literarisches Gesamtkonzept zu erhalten. Die Musik Wagners und Verdis ist ein sehr wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes. Sie führt die Handlung der Szenen weiter, leitet über in die nächste Szene, treibt sie in andere Richtungen und gibt mancher wohlbekannten Melodie einen neuen Zugang.

Man wird Auszüge aus Wagners Holländer, Lohengrin, Meistersinger, Tannhäuser, Parsifal  sowie dem Siegfriedidyll hören sowie die schönsten Melodien aus Verdis Requiem und seinen Opern La Traviata, Aida, Rigoletto, Otello und Don Carlos.

 

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Stand: 11. Mai 2017.