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21. Januar 2018

 


 

30. Oktober 2016

 

Mendelssohn Trio Berlin

 

 

 

                                                                                   Foto: W. Emde

Andreas Frölich, Klavier

Uta Klöber, Violine

Ramon Jaffé, Violoncello

                                                                                                              

Das Mendelssohn Trio Berlin ist aus dem Piano Trio Salzburg entstanden. Der von Leichtigkeit, Virtuosität im Verbund mit Tiefsinn erfüllte Geist der Musik seines Namenspatrons inspiriert das Mendelssohn Trio Berlin zu seiner Art der Musikalität.

Seither ist das Mendelssohn Trio Berlin in vielen Staaten Europas und der Übersee erfolgreich, es zählt zu den gefragten Kammermusik-Formationen. Eine große Deutschland-Tournee zusammen mit dem Russian Philharmonic Orchestra führte die Formation in viele bedeutende Konzertsäle Deutschlands (u.a. Berlin & Kölner Philharmonie). CD-Einspielungen sowie Konzertmitschnitte und Rundfunkproduktionen bei renommierten Sendern dokumentieren die Musikalität des Trios, dessen Mitglieder auch einer internationalen Solistentätigkeit nachgehen.

Zu den Besonderheiten des Mendelssohn Trio Berlin zählen seine Flexibilität und das Interesse an neuartiger Programmgestaltung. Die solistische Tätigkeit der Ensemblemitglieder erlaubt ihnen die inhaltlich sinnvolle Zusammenstellung von Trio- und Duowerken auf künstlerisch höchstem Niveau. Die Aufführungen einer Reihe von Kompositionen für Trio & Orchester zählen aufgrund der Zusammenführung der solistischen und kammermusikalischen Elemente ebenfalls zu ihren Vorlieben. Die Kombination klassischer Trioliteratur mit Werken aus anderen Musikbereichen, wie z. B. A. Piazzollas 4 Estaciones porteñas (4 Jahreszeiten), oder P. Schonfields „Coffee music“ - einem im Jazz beheimateten Trio, ist ein weiteres Charakteristikum des Mendelssohn Trio Berlin.

 


Die Interpreten

 

Uta Klöber trat als Solistin mit Orchestern wie dem Berliner Sinfonie-Orchester, Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden und Freiburg, Netherlands Symphony Orchestra, Staatskapelle Weimar, Cappella Istropolitana, Berliner Symphonikern und Münchner Philharmonikern u.a im Konzerthaus Berlin und dem Herkulessaal München sowie mit Orchestern in England, Ungarn und den Niederlanden auf.

Seit 2001 ist Uta Klöber 1. Konzertmeisterin des Netherlands Symphony Orchestra. Zuvor war sie Konzertmeisterin internationaler Jugendorchester (u.a. unter Leitung von Lorin Maazel). Uta Klöber gewann 1. und 2. Preise bei internationalen Violinwettbewerben. Als Mitglied des Faust Quartetts - mit dem sie 1. Preise u.a. beim Max-Reger Wettbewerb gewann - ist sie 2. Preisträgerin des Internationalen ARD-Wettbewerbs in München 2004. Für mehr als 10 Jahre war sie 1. Violinistin des Faust Quartetts, mit dem sie u.a. im Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus Berlin und im Concertgebouw Amsterdam sowie bei zahlreichen Festivals wie dem „Oberstdorfer Musiksommer“, „Heidelberger Frühling“, „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ und „Schleswig-Holstein-Festival“ auftrat.

 

Andreas Frölich studierte an den Musikhochschulen in Freiburg bei Prof. Vitaly Margulis und Köln bei Prof. Pavel Gililov. Er ist Preisträger verschiedener internationaler Klavierwettbewerbe (z.B. Senigallia, Finale Ligure, Mailand oder beim int. Musikwettbewerb in Wien).

Seine Konzerttätigkeit führt ihn, sowohl als Solist mit zahlreichen international bekannten Orchestern, als auch als Pianist des Mendelssohn Trios Berlin und mit dem Ensemble Wien (Konzertmeister und Mitglieder der Wiener Philharmoniker), in die größten Konzertsäle Europas, Südamerikas, Asiens sowie bis nach Südafrika und Australien (u.a. Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, Kölner Phiharmonie,  Philharmonie München am Gasteig, Teatro Colón Buenos Aires, Konzerthaus Berlin, Teatro Municipal Rio de Janeiro) sowie zu bedeutenden internationalen Musikfestivals, darunter Rheingau-Musikfestival, Schleswig-Holstein Musik-Festival, Osterfestspiele Salzburg, Mozartfest Würzburg, Emilia Romagna Festival und weiteren Musikfestivals weltweit.

Sein künstlerisches Schaffen umfasst auch zahlreiche Rundfunkproduktionen bei allen großen Sendern Deutschlands sowie mehr als 35, z.T. preisgekrönte CD-Produktionen bei OEHMS CLASSICS,  CPO, EMI, BMG, SIGNUM  und VMS .

Andreas Frölich ist künstlerischer Leiter der Orpheo Konzertserie für junge internationale Preisträger in Kerkrade, sowie Juryvorsítzender und künstlerischer Leiter des internationalen Klavierwettbewerbs MozArte in Aachen. Im Oktober 2014 wurde Andreas Frölich zum künstlerischen Leiter des Clavicologne /Aachen Klavierfestivals und Wettbewerb berufen.

Er unterrichtet als Professor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln / Aachen sowie als Gastprofessor bei der internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg, den Holland Music Sessions,  dem Euroarts Festival  ,sowie  Gastprofessor bei der internationalen Talent Music Masters Academy in Brescia /Italien und gibt Meisterkurse weltweit.   Außerdem ist er als Juror bei zahlreichen internationalen Klavierwettbewerben gefragt (Beethoven Competition Bonn, Brüssel,  Valencia,  Madrid, Ferrol,  Campillos, Granada, Skrjabin/Grosseto, Pescara,  Larnaka, Guanghzhou/China u.a) In den letzten Jahren konnten seine Studierenden mehr als 50 Preise (1 . und 2.Preise) bei internationalen Klavier-Wettbewerben erzielen.

 

"Klassik ist meine Liebe – Flamenco meine Leidenschaft!" Die Vielfalt verschiedenster Kulturen durchzieht das biographische und künstlerische Leben von Ramon Jaffé. Seine Wiege war das lettische Riga, es folgten für ihn prägende Jahre in Jerusalem, in Deutschland beendete er seine Lehrzeit. Er studierte bei so bekannten Meistern, wie Don Jaffé, Sandor Végh, David Geringas, Boris Pergamenschikow und Daniil Schafran. 

Seine daraufhin einsetzende Solistenlaufbahn führte ihn u.a. in die großen Häuser von Berlin, Wien, Salzburg, München, Amsterdam, St.- Petersburg, Köln, Leipzig und London. Festivals, wie das Schleswig-Holstein Festival, Rheingau-Musikfestival, Wiener Festwochen, Jerusalemer Kammermusikfestival, das Mozartfest Würzburg, Kuhmo Chamber Music Festival, die Expo 92 in Sevilla u.v.a. begrüßten ihn als Gast.

Auch Künstlern anderer Sparten begegnete Ramon Jaffé. So verband ihn eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem 1997 verstorbenen Flamenco-Gitarristen Pedro Bacan. Er konzertierte auch mit dem Jazz-Sänger Bobby McFerrin, sowie dem Virtuosen am Sitar Pradeep Ratnayake. Der Flamenco bildet jetzt neben der Klassik Ramon Jaffés wichtigsten musikalischen Schwerpunkt. Bislang 24 CD’s dokumentieren sein künstlerisches Schaffen, er ist der Solist der Ersteinspielung des Cellokonzerts von Boris Blacher. In 2010 ist eine CD mit Dvoráks Cellokonzert Nr. 1 in A-Dur und seinen Miniaturen bei CPO erschienen.

Ramon Jaffé begründete im Jahre 1995 das Kammermusikfest Hopfgarten/Tirol, dessen künstlerische Leitung er weiterhin inne hat.

 


 

Das Programm

 

Ludwig van Beethoven

(1770 - 1827)

Klaviertrio B-Dur op. 11 ("Gassenhauer"-Trio)

 

 Allegro con brio

Adagio

Tema: Pria ch’io l’impegno. Allegretto - Var. I - IX

 

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy

(1809 - 1846)

Klaviertrio ohne Opuszahl (1820)

Allegro

Adagio,

Scherzo: Allegro molto

Finale: Allegro

 

 

Astor Piazzolla

(1921 - 1992)

Las cuatro estaciones porteñas 

verano porteño (1965) - primavera porteña (1970)

 

- Pause -

 

Joseph Haydn

(1732 - 1809)

Klaviertrio Nr.45 Es Dur Hob: XV 29

 

 

Astor Piazzolla

(1921 - 1992)

Meditango -

Las cuatro estaciones porteñas 

Invierno porteño (1970) - otoño porteño (1969)

 

 


 

 

Zum Programm

 

Beethovens Gassenhauer Trio für Klarinette, Cello und Klavier ist auch in der Fassung mit Violine beliebt. Es verdankt seinen Namen einem Thema, das der populärste Wiener Opernkomponist um 1800, Joseph Weigl, in seiner Oper „L‘amore marinaro“ zum Schlager gemacht hatte. Der bedeutendste Satz des Trios ist allerdings der erste „mit seinem kühnen, stolz gerichteten Grundzug“ (A. W. Thayer). Das kurze Adagio ist durch seine ausdrucksstarke Melodik ein Höhepunkt im Frühwerk Beethovens. Dem Charme des variierten Gassenhauers im Finale kann man sich schwerlich entziehen.

 

Das 1820 entstandene Klaviertrio von Felix Mendelssohn ist ein Jugendwerk. Original ist das 4-sätzige Werk in der Besetzung für Klavier, Violine und Viola konzipiert, wurde aber von Mendelssohn auch als klassisches Klaviertrio mit Violoncello anstatt der Viola veröffentlicht. Der dramatische Gestus dieses ca. 15-minütigen  Frühwerks weist schon, sowohl im Charakter als auch in der 4-sätzig angeordneten Struktur, auf die  beiden  später entstandenen großen Klaviertrios in d-moll Op. 49 und c-moll Op. 66 hin. Zwei im Allegro stehende  virtuose  Ecksätze in c-moll, ein Adagio in f-moll, sowie ein Scherzo in g-moll, welches von einem kurzen Trio Mittelteil in G-Dur unterbrochen wird, zeigen die Ernsthaftigkeit und Bedeutung  dieses Jugendwerkes in der kompositorischen Entwicklung für den  jungen Mendelssohn ..
 
 

Joseph Haydn schrieb während seines zweiten England-Aufenthaltes 1794/95 vier Dreiergruppen von Klaviertrios, die er ausdrücklich für den größeren und klangvolleren englischen Hammerflügel entwarf. Die drei Sätze des Werks sind Genrestücke in der Art eines Divertimentos: ein Marsch, ein Siciliano und ein deutscher Tanz.

Astor Piazzollas Cuatro Estaciones Porteñas, auch als die vier Jahreszeiten Buenos Aires bekannt, haben mit Vivaldis berühmten gleichnamigen Violinkonzerten kaum etwas gemein. Während man bei Vivaldi die Vögel zwitschern hört, den Sommersturm erlebt und die klirrende Winterkälte fühlen kann, sind die vier Tango-Kompositionen beim ersten Hören kaum mit den europäischen Jahreszeiten assoziierbar.

Sie wurden in den Jahren von 1965 bis 1970 für Piazzollas Quintett geschrieben und vereinen raffinierte Rhythmen mit modernen Klängen.

 

Die Musiker bedankten sich beim Publikum für den Applaus mit Peter Kiesewetters "Tango Pathétique"

 

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Stand: 08. Februar 2017.