Jülicher Schlosskonzerte©

seit 1979

[Home] [Nach oben] [Konzerte] [Tickets] [Partner] [Sponsoren] [Archiv] [Kontakt] [Impressum]

 

Hier finden Sie alle Infos zu unserem nächsten Konzert-Termin am

21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 04. Oktober 2009

 

Barockmusik und ein Kabinettstückchen

Trio „Apsara" bietet Blockflötenmusik in Perfektion

Von unserer Mitarbeiterin Hilde Viehöfer-Emde

 

jülich. Mit einem vom Barock geprägten Programm gestaltete das Ensemble „Apsara" mit Tomma Wessel und Ines Rasbach (Flöten) sowie Guy Penson (Cembalo) einen gehaltvollen Abend. Das Trio spielte Werke von Johann Sebastian Bach, Jean Marie Leclair, Jaques Hotteterre, Giovanni Picchi und Marco Uccellini.

Dabei wechselte die Besetzung, so dass die Musiker auch Gelegenheit hatten, ihr solistisches Können zu beweisen. Ihre Stärke lag aber im Zusammenspiel des Trios, das gerade der Musik dieser Zeit gerecht wurde. Der weiche Klang der verschiedenen Blockflöten im Zusammenspiel mit den Klängen des Cembalos besitzt seinen besonderen Reiz.           

 

Ton, Technik und Ausdruck

Es tut immer wieder gut, von versierten Instrumentalisten dieses alte, eigentlich schlichte Instrument - die Blockflöte - in konzertantem Rahmen zu hören. Sie hat es verdient, denn trotz ihrer Einfachheit im Bau und Klangkörper ist ihr etwas Ursprüngliches inne, das geradezu eine Virtuosität erfordert, um mit Ton, Technik und persönlichem Ausdruck diesen anrührenden Effekt des typischen Blockflötenklangs zu erreichen.

 

Treffliche Cembalo-Begleitung

Dies gelang den beiden Flötistinnen an diesem Abend besonders gut. Sie wurden eins mit ihren Instrumenten und verbanden die Schlichtheit des Tons mit großem Ausdruck. Die Cembalo-Begleitung rutschte nicht in eine Nebenrolle, sondern ergänzte die Flötenpartien in trefflicher Weise.

Mutig wurde das thematisch gebundene Programm von zwei zeitgenössischen Werken unterbrochen und bereichert.

Eine Ripartita für Altblockflöte solo passte sich den anderen Werken eher an. Aber mit „Earth Breeze Smoke" für zwei Sopranflöten und Diktiergerät von Matthew Shlomowitz gelang ein Kabinettstückchen, das zwar gewöhnungsbedürftig, aber äußerst amüsant war. Wie kleine Kobolde, mit Kapriolen, rhythmischen Gags und unerwarteten Zusammenhängen im Wechselspiel der Flöten überraschten die beiden Flötistinnen.

Das Trio "Apsara" bereitete den Zuhörern in der voll besetzten Schlosskapelle einen gehaltvollen und unterhaltsamen Konzertabend. Großer Applaus war ihm sicher.

(hivi)



 


 

[Home] [Nach oben] [Konzerte] [Tickets] [Partner] [Sponsoren] [Archiv] [Kontakt] [Impressum]