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21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 20. Februar 2005

Glanzvoller Beethovenabend

Ausgezeichnete Interpreten präsentieren bekannte Sonaten


jülich. Drei Sonaten für Violine und Klavier von Ludwig van Beethoven standen auf dem Programm des Konzertes in der Schlosskapelle. Mit Alexandru Gavrilovici (Violine) und Gerardo Vila (Klavier) wurden wieder einmal brillante Künstler nach Jülich geholt. Die drei vorgetragenen Sonaten gehören zwar zum normalen Konzertrepertoire, werden aber genauso gerne gehört wie sie gespielt werden.

Zu Beginn erklang die Sonate Nr. 3 in Es-Dur op. 12. In ihr kündigen sich schon große konzertierende Werke der Folgezeit an. Der Klavierpart ist äußerst ausgeprägt. Die leichten Irritationen in den virtuosen Elementen lagen weniger an der technischen Versiertheit des Pianisten als an den Mängeln des Instrumentes. Energisch entschlossen, mit spielerischen Motiven und großem Schwung präsentierten die Musiker das Allegro con spirito. Mit großem Ausdruck kontrastierte das Adagio und spannte weite Melodiebögen über fantasievolle Begleitfiguren. Im Schlussrondo dominierten Spielfreude und Musizierlaune.

Düster folgte die Sonate op. 30 in c-Moll. Auch temperamentvoll und anspruchsvoll, aber voller schwerer musikalischer Gedanken, von fast ausweglosem Charakter erschien das Kopfmotiv des ersten Satzes. Abgeklärt folgte das Adagio mit apart abgesetzten Artikulationseffekten. Scherzo und Finale brachten eigene Rhythmen und kompositorische Finessen. In diesem ersten Konzertteil musizierten die beiden Solisten konzentriert und engagiert. Rasante Passagen auf dem Klavier und eine bis zur letzten Nuance ausgespielte Violine machten das Spiel zu einem Hörgenuss.

Trotzdem war eine Steigerung nach der Pause noch möglich. Bei der Sonate A-Dur op 47 gewann dieses sehr bekannte, oft gespielte Werk einen besonderen Charme. Die Musiker brachten jetzt nicht nur virtuoses Können und hohe Musikalität ein, sie spielten mit Seele. Die Sätze der Sonate gewannen ein Eigenleben und verschmolzen doch zu einer Einheit. Konzertante Höchstleistung, brillantes Zusammenspiel  im Wechsel der Stimmen ergaben das unnachahmliche Klanggefüge, das Beethoven in diesem Meisterwerk schuf. Der charakteristische Staccato-Rhythmus des Hauptsatzes, das liedhaft, sehnsuchtsvolle Thema der Andante Variationen und das lebhafte Finale gelangen den beiden Musikern bestens.

Mit großem Applaus dankten die Zuhörer für einen gelungenen Konzertabend.

                    

(hivi)

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