Jülicher Schlosskonzerte©

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21. Januar 2018

 


 

Rezension des Konzertabends am 6. Mai 2012

 

 

 

Glanzvoller Abschluss der Schlosskonzerte

 

Die beiden ausführenden Ensembles ergänzen sich zum perfekten Klangkörper.

Virtuose Feinheiten bereiten sinnliches Hörvergnügen.

Von Hilde Viehöfer-Emde

 

Jülich. Mit dem Engagement des Ida Bieler Ensembles und des Alinde Quartetts gelang es den Veranstaltern der Schlosskonzerte, einen musikalischen Höhepunkt zum Abschluss der Reihe zu setzen.

 

Mit dem Quintett C-Dur von Franz Schubert glänzten die Musiker schon im ersten Programmteil. Edelste Romantik, Klangfülle und virtuose Feinheiten brachten ein sinnliches Hörvergnügen.

 

Zwei prägnante Celli

 

Prägnant bei dieser Komposition ist der Einsatz eines zweiten Cellos, das völlig unabhängig vom ersten Cello agiert. Dunkleres und volleres Timbre belohnt diese Konstellation. Solistisches Agieren und stützende Bassfunktion ergänzen das Klangvolumen der anderen Streicher.

Das Werk entwickelt eine ungemeine Eigendynamik und unbeschreiblichen Klangzauber. Große Gesangsthemen nehmen den Zuhörer gefangen, große Dramatik entwickelt sich und wechselt zu lyrisch weichen Seitenthemen. Das Adagio wurde besonders stimmungs- und ausdrucksvoll von den Musikern zelebriert. Ausgelassen folgte das Scherzo. Unbekümmert und volkstümlich beschloss der letzte Satz das großartige Werk.

 

Wie bei einem symphonischen Orchesterwerk beeindruckten die Streicherklänge die Zuhörer in der Schlosskapelle mit dem Oktett in Es-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Überquellende Melodik und farbliche Transparenz machen den Charme des Werkes aus, das der junge Komponist im Alter von 16 Jahren schuf.

Die Klangmöglichkeiten der Instrumente nutzt Mendelssohn-Bartholdy voll aus. Lyrische Passagen und elfengleiche Klänge verzaubern und bezaubern.

 

Lebhaft frisch und mit großer Spielfreude musizierten die Musikerinnen und Musiker. Jeder für sich war ein ausgezeichneter Solist an seinem Instrument, gemeinsam bildeten sie einen Klangkörper, der durch großes Volumen beeindruckte, gleichwohl aber auch durch das Herausarbeiten kleinster Feinheiten brillierte.

Hervorzuheben ist besonders Ida Bieler, deren leidenschaftliches, emotionales Spiel und ihr berauschend schöner Geigenton die Zuhörer beeindruckte.

 

Beide Werke wurden auf diese Weise zum konzertanten Erlebnis, das die Zuhörer am Ende mit lang anhaltendem Applaus honorierten.

(hivi)

 

 



 

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