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21. Januar 2018

 


 

Rezension des Konzertabends am 21. Januar 2008

Alten Instrumenten und der Musik verschrieben

Reicha'sches Quintett findet viele interessierte und begeisterte Zuhörer. Musik des 19. Jahrhunderts durch Werke von Reicha, Danzi und Mengal präsentiert. Mit heiterer Polka für herzlichen Applaus gedankt.

Jülich. Die Musiker Michael Schmidt-Casdorff (Flöte), Guyvan Waas (Klarinette i. Christian Beuse (Fagott), Hans-Peter Westermann (Oboe) und Ulrich Hübner musizieren in dieser Besetzung seit 2000 als „Das Reicha'sche Quintett" und haben sich alten Instrumenten und ihrer besonderen Spielweise verschrieben. So erklingt die Literatur des 19. Jahrhunderts auf dem Instrumentarium ihrer Zeit. Bei der Vorstellung ihrer Blasinstrumente beschrieben sie in unterhaltsamer Form technische Details und besondere Möglichkeiten der Klanggestaltung. Der aufmerksame und geschulte Zuhörer in der Schlosskapelle konnte in den dargebotenen Werken die Besonderheiten des Klanges feststellen und den Facettenreichtum der noch nicht so sehr durch Technik festgelegten Spielweise erkennen.

Die Musik des 19. Jahrhunderts wurde durch Werke von Reicha, Danzi und Mengal präsentiert. Der böhmische Komponist, Musiktheoretiker und Lehrer Anton Reicha, nach dem das Quintett benannt ist, spielte im kurfürstlichen Orchester in Bonn an der Seite Beethovens und Neefes Geige und Flöte. Er wirkte später in Hamburg und Wien, verbrachte den Rest seines Lebens aber in Paris. Zu seinen Schülern zählten Berlioz, Gounod, Franck und Liszt.

Besonderes Hörerlebnis

Bekannt ist er vor allem durch seine Kammermusik, die von seiner außergewöhnlichen melodischen Begabung geprägt ist, die sich besonders in den romantischen Elementen zeigt. An diesem Konzertabend erklangen das Quintett Es-Dur op. 88 Nr. 2 und das Adagio pour le Cor anglais. Reizvoll war im ersten Werk der Wechsel in Tempi und Dynamik, beim Adagio das Schwelgen in Elegie und Gesanglichkeit. Der intime Klang der alten Instrumente trug zu dem besonderen Hörerlebnis bei. Das Quintett g-moll op. 56 Nr. 2 zeigte die Stärken der klanglich reizvollen und dankbaren Bläser-Kammermusik, die Franz Danzi schuf. Die Instrumente wurden zum Sprechen gebracht, ihre Individualität auskomponiert. Die Musiker erkundeten ihre technischen und ausdruckshaften Möglichkeiten vortrefflich. Sie nutzten virtuos alle Möglichkeiten der Beschwörungen von Stimmungen und Situationen. In seinem Quintette B-Dur arbeitet Martin Joseph Mengal nach Klaviertriosätzen von Haydn. Kecke, heitere Melodien boten den Musikern noch einmal Gelegenheit ihre technische und musikalische Versiertheit zu beweisen.

Mit einer heiteren Polka von Strauss bedankten sich die Musiker für den herzlichen Applaus.

(hivi)

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