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21. Januar 2018

 


 

Rezension des Konzertabends am 13. April 2008

Ein wahrlich grandioser Schlussakkord

Kammerensemble Ouvertüre brillierte beim Heimspiel in Jülich mit Bach und Telemann. Erfrischender Konzertabend


Jülich. Ein einmaliges Finale bot das Abschlusskonzert der Saison der Schlosskonzerte. Das Heimspiel für Susanne Trinkaus und das von ihr gegründete Kammerensemble Ouvertüre war zwar ein Bonuspunkt, da viele Jülicher das Konzert besuchten und die Schlosskapelle bis zum letzten Platz besetzt war, aber auch die geschickte Werkauswahl des Abends brachte in der speziellen Zusammensetzung der Formation ein Optimum an Möglichkeiten der Präsentation. Die Mitglieder des Ensembles brillierten durch ein werkgetreues, jedoch durch Susanne Trinkaus (Violine) und Thomas Palm (Cembalo) angeheiztes und temporeiches Interpretieren gut bekannter Werke.

„Jeder Solist ist so gut wie das ihn begleitende Ensemble" - dieser Spruch bewahrheitete sich an diesem Abend im ganz Besonderen. Das Geheimnis der Ausstrahlung dieser eigentlich strengen Musikwerke lebte von den brillanten Solisten und dem perfekten Zusammenspiel des Kammerorchesters. Wäre dieser Abend vor einem Jazz gewohnten Publikum zelebriert worden, es hätte den gewohnten „Soliapplaus" reichlich gegeben. Es war eine reine Freude, den Musikern zu lauschen, sowohl im Zusammenspiel als auch bei Kadenzen und weiteren solistisch geprägten Passagen.

Das Konzert in C-Dur für Blockflöte und Orchester von Georg Philipp Telemann bot der Flötistin Ines Rasbach die Gelegenheit, dieses Werk, das oft der Schülerliteratur zugeordnet wird, aus seinem unscheinbaren Dasein zu befreien und in Frische, Fantasie und Eleganz den Stil des Komponisten aufleben zu lassen.

Die drei folgenden „Branden­burgischen Konzerte" von Johann Sebastian Bach gaben den übrigen Solisten Gerda Schwartz (Querflöte), Peter Scheerer (Bachtrompete) und Bernd Schulz (Oboe) Gelegenheit, ihr solistisches Können wie auch ihren guten Teamgeist zu beweisen. Die Brandenburgischen Konzerte wirken in sich selbst und bedürfen keiner Erläuterung. Das Konzertieren geschieht im Sinne der Concerti Grossi. Wetteifer zwischen Tutti und Soli erzeugen Spannung und erreichen trotzdem im Gesamteindruck großartige innere Geschlossenheit der Gesamtform.

Hervorzuheben waren die ständige Präsenz der Initiatorin Susanne Trinkaus, die die musikalischen Fäden rein durch Körpersprache völlig im Griff hatte, wie auch Thomas Palm, der durch deutliche Tempivorgaben das Bachsche Werk in die Formel-Eins-Klasse brachte.

Es hat Spaß gemacht, es war neu, es war erfrischend und einfach ein wunderbarer Konzertabend, der im Rahmen der Konzertreihe sicherlich neue Freunde und Abonnenten geworben und gefunden hat. Tosender Applaus und ein spielfreudiges Ensemble mit einer Zugabe - natürlich von J. S. Bach - beschlossen das Finale der Schlosskonzerte für diese Saison.

 (hivi)

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