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21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 9. November 2008

 

Einseitiges Programm und ohne Leidenschaft

Das Rodin-Quartett bot gehobene gepflegte Hausmusik mit drei Streichquartetten von Schubert beim Schlosskonzert. Inhaltliche Gestaltung könnte Besucher abgeschreckt haben. Den Funken nicht entzündet.

Von unserer Mitarbeiterin Hilde Viehöfer-Emde


Jülich. Viele Plätze in der Schlosskapelle blieben beim Schlosskonzert mit dem Rodin-Quartett leer, nach der Pause lichteten sich die Reihen sogar noch mehr. Vielleicht lag die geringe Resonanz an der Programmgestaltung dieses Abends; denn gleich drei Streichquartette von Franz Schubert zu bieten, ist schon ein Wagnis.

Die Streichquartette des Komponisten lassen den Zuhörer seinen Weg der Reife nachvollziehen. Das Quartett in B-Dur und das in E-Dur sind Frühwerke und wirkten an diesem Abend wie perfekt gespielte Hausmusik.

Das Quartett a-moll zeigt deutlich die Reife des Komponisten und bot an dem Abend als erster Beitrag Konzerterlebnis. Hier bestach die klangliche Subtilität des Streichersatzes, der fast schon orchestralen Charakter annahm. Harmonische Farbigkeit und melodische Ideenvielfalt bestechen bei diesem Werk. Zarte Melancholie und fein gesponnene Begleitstrukturen kennzeichnen den Kopfsatz. Das Andante, dessen Thema Schubert auch für seine Musik zu "Rosamunde" verwandte, folgte mit lyrischem Charakter. Melancholisch folgte das Menuett, entgegen der sonst üblichen fröhlichen Tanzform. Der Schlusssatz bildete einen fröhlichen Ausklang. Das Rodin-Quartett mit Sonja Korkeala (Violine), Gerhard Urban (Violine), Martin Wandel (Viola) und Clemens Weigel (Violoncello) bot perfektes Zusammenspiel und Klangschönheit.

Was fehlte, war der berühmte Funke, der, um Feuer der Begeisterung zu entfachen, gezündet werden muss. Das gelang den Musikern an dem Abend nicht. Sie musizierten sauber, aber ohne Leidenschaft.

(hivi)

Anmerkung des Veranstalters:

„Das Wagnis dieser Schubertiade war der große Andrang – das Konzert war ausverkauft.“

 


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