Jülicher Schlosskonzerte©

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21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 10. Oktober 2010

 

 

 

Junge Musiker spielen auf Top-Niveau

Schubert-Oktett - Höhepunkt des zweiten Schlosskonzertes. Amaryllis Quartett garantiert wunderbaren Konzertabend

 

Von unserer Mitarbeiterin Hilde Viehöfer-Emde

 

Die Jülicher Schlosskonzerte entwickeln sich zu einem Geheimtipp in der Musikszene der Region. Inzwischen sind die Qualität der Konzerte, die Professionalität der Künstler und die Ausgewogenheit in der Programmgestaltung über Jülichs Grenzen hinaus bekannt. Dies wurde bei dem zweiten Schlosskonzert in der Abo-Reihe an dem Besucheransturm deutlich.

 

Es gastierte das Amaryllis Quartett, das allein schon in seiner hochqualifizierten Besetzung für einen wunderbaren Konzertabend steht:

Gustav Frielinghaus und Lena Wirth (Violine), Lena Eckels (Viola), Yves Sandoz (Violoncello).

 

Das Programm des Abends bot diesem Quartett in seiner Formation alle Möglichkeiten, den Werken gerecht zu werden und sie dem Publikum hautnah zu vermitteln.

Die fünf Sätze des Streichquartettes von Anton Webern, komponiert 1909, sind eine musikalische Aussage Anton Weberns über das unbedingt Wesentliche. Er verzichtet auf die klassischen Formen weitestgehend, gestaltet aber ungewöhnlich farbig und fantasiereich.

Diesem Anspruch des Komponisten zollten die Musiker völligen Respekt und musizierten engagiert und präzise. Die klanglichen Möglichkeiten der Instrumente wurden voll ausgenutzt.

 

Robert Schumanns Streichquartette waren ihm als Komponisten ein persönliches Anliegen. So ist auch sein Streichquartett in a-moll von fast überirdischer Schönheit.

Er verbindet viele kompositorische Elemente miteinander. Eine polyphone Einleitung, kontrastierende Themen, getrommelte Begleitrhythmen, lyrische Passagen und gesangliche Themen. Fast der Wirklichkeit entrückt folgten die Zuhörer diesem Werk, das vom Amaryllis Quartett in den schnellen Sätzen temperamentvoll und bei den sakral anmutenden Passagen fast andächtig und einfühlsam interpretiert wurde.

 

Der Programmpunkt des zweiten Teils des Konzertes erforderte eine Aufstockung des Ensembles. Die Kontrabassistin Alexandra Henstebeck, der Klarinettist Martin Krusche, der Fagottist Daniel Mohrmann und der Hornist Christoph Eß ermöglichten in Zusammenarbeit mit dem Amaryllis Quartett die Aufführung des Oktetts in F-Dur.

Dies ist als ein besonderes Werk zu betrachten, da es besonderer musikalischer Aufmerksamkeit seitens der Zuhörer und der Interpreten bedarf.

Beliebt, berühmt, so verbindet dieses Werk serenadenhafte, kammermusikalische und sinfonische Elemente miteinander. Farbenreich agieren die Instrumente in ihren unterschiedlichen Klangfarben. Fast orchestralen Charakter hat das Werk, was aber in graziöser Form gelöst wird. Wunderbar wurden die Möglichkeiten der Komposition von den Bläsern genutzt. Liebreiz der Melodien, ländlerisch wirkungsvolle Passagen wechseln. Konzertant virtuos ist das gesamte Oktett. Es wurde in wunderbar persönlicher musikalischer Form mit Grazie, Eleganz und Leichtigkeit von dem Ensemble wiedergegeben.

Mit stürmischem Applaus bekundeten die Zuhörer ihre Begeisterung für die Musik und das Ensemble, das so meisterhaft musizierte,

 

(hivi)



 


 

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