Jülicher Schlosskonzerte©

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21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 12. Mai 2013

Glanzvoller Abschluss der Saison

Von Hilde Viehöfer-Emde

 

Jülich. Der letzte Abend der Saison der Jülicher Schlosskonzerte bot mit dem Ensemble Gábor Lieli noch einmal kompositorische Besonderheiten in reizvoller Besetzung.

Die Werke aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert mit einem Streichensemble und Solisten an Flöte, Harfe und Klarinette waren Garant für ein kontrastreiches und klanglich vielseitiges Programm.

 

Das Divertimento in F-Dur aus der Salzburger Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart bot dem Streichquartett mit Thomas Fheodoroff und Nanni Malm-Zimmerebner (Violine), Firmian Lermer (Viola) und Andreas Plötzlberger (Violoncello) Gelegenheit zum stimmungsvollen Einstieg in den musikalischen Abend. Mit eingängig singender Thematik, in Italienisch dreisätzigem Typus bestach dieses Werk durch Klangschönheit und gekonnt ausgereiztem Streicherklang.

 

Die höfische „Unterhaltungsmusik“ repräsentierte als vollendetes Beispiel die h-Moll Suite von Johann Sebastian Bach.

Die Besetzung mit Streichern und einer Flöte (Moritz Plasse) gelang klanglich besonders reizvoll. Die Wiedergabe krankte an Ungenauigkeiten bei schnellen Passagen in der Flöte und Tempi, die nicht straff genug eingehalten wurden.

 

Edle Musiksprache

 

Festlichen Charakter hatte das Konzert für Harfe und Streicher von Antonio Vivaldi. Einfache, aber edle Musiksprache und vollendete Ausgeglichenheit kennzeichneten das Werk. Die Harfenistin Katharina Teufel überzeugte mit virtuos entwickelter Technik und sympathisch unaufdringlichem Spiel.

 

Im Klarinettenquintett in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart präsentierte Gábor Lieli feinsinnig den Solopart mit weit gespannten Melodiebögen. Es gelang ihm und den homogen spielenden Streichen bestens, die Schlichtheit des Werkes, aber auch seine besondere Kunstfertigkeit in der Komposition in der Wiedergabe auszudrücken und zu verschmelzen.

 

Höhepunkt und glanzvoller Ausklang des Konzertes waren die beiden letzten Programmpunkte:

Eine virtuose Aufgabe für Gábor Lieli stellte der Solopart bei dem Klarinettenquintett von Carl Maria von Weber dar. In großer Bescheidenheit gelang ihm eine brillante Selbstdarstellung seiner Virtuosität. Er weckte bei den Zuhörern eine Begeisterung für die Klangfarbe seines Instrumentes mit zarten Kantilenen, aber auch scharfen Akzentuierungen. Das Streichensemble ging diesen Weg gemeinsam mit dem Solisten und musizierte höchst konzentriert und absolut perfekt.

 

 

 

 

 

Raffinierte Klangfarbenkomposition erlebten die Zuhörer bei Introduktion und Allegro von Maurice Ravel. Der Zusammenklang von Harfe, Flöte, Klarinette und Streichern in schwebenden Rhythmen war bezaubernd und verzauberte das Publikum in der Schlosskapelle.

Großer Applaus für Ensemble und Solisten beschloss ein großartiges Schlosskonzert.

(hivi)

 

 

 

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