Jülicher Schlosskonzerte©

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21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 22. Januar 2017

 

Besonders feiner Ohrenschmaus

Das Hugo-Kauder-Ensemble eröffnet die neue Schlosskonzert-Saison
 

Von unserem Mitarbeiter René Blanche

 

jülich. Knapp drei Monate mussten sich die zahlreichen Freunde der Konzertreihe „Jülicher Schlosskonzerte“ gedulden, nachdem sie zuletzt am 30. Oktober vom Mendelssohn Trio Berlin mit Werken von Beethoven, Piazzolla, Haydn und Mendelssohn Bartholdy verzaubert worden waren. Dass das Warten sich gelohnt hatte, bewies jüngst das Hugo-Kauder-Ensemble, das mit seinem Konzert den Auftakt zum neuen Konzertjahr 2017 bestritt.

Die vielen Gäste in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Schlosskapelle erlebten einen Ohrenschmaus der besonders feinen Art. Ein anspruchsvolles Menü mit europäischen Werken aus dem 18. sowie 19. Jahrhundert trug das Quintett auf hohem künstlerischen Niveau und mitreißender Spielfreude vor, und der musikalische Funke sprang gleich von der ersten Minute des Konzertes auf das Auditorium über.

Erweitert

Im Jahr 2008 war das Ensemble zunächst von Ivan Danko (Oboe) und seinen Freunden Róbert Lakatos (Viola) und Ladislav Franzowitz (Klavier) als Trio, benannt nach dem 1888 in Tschechien geborenen Komponisten Hugo Kauder, gegründet worden. Um eine Violine und ein Violoncello erweitert, erlebte das Jülicher Publikum nun das Hugo-Kauder-Ensemble als facettenreiches Quintett.

Den Anfang machte das Ensemble mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Quintett Es-Dur KV 452“, gefolgt vom Johann Gottlieb Naumanns „Lento molto espressivo aus dem Streichtrio op. 12“. Beide Werke entstammen dem 18. Jahrhundert.

Im zweiten Teil des Konzerts nahm man die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise ins 19. Jahrhundert mit den Werken „Introduction et Rondo capriccioso“ vom französischen Komponisten Camille Saint-Saens sowie dem ebenso französischen „Piano Quintett für Violine, Oboe, Viola, Cello und Klavier“ von Francois Dubois.

Mit lang anhaltendem Applaus bedanke sich das Jülicher Publikum bei einem ausgezeichneten Ensemble, das bis zum nächsten Schlosskonzert am 19. Februar nicht ganz so lange warten muss. Dann gastiert das Trio „La Bicicleta“ in der Schlosskapelle. (rb)