Jülicher Schlosskonzerte©

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21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 23. Januar 2011

 

Musikalische Hommage an „Jan Wellem”

 

Das Ensemble La Barca Leyden verzaubert beim Schlosskonzert mit Melodien aus der Zeit des Jülicher Kurfürsten

Von unserer Mitarbeiterin Hilde Viehöfer-Emde   

 

jülich.

In Zusammenarbeit mit dem Jülicher Geschichtsverein, dem Museum Zitadelle und den Organisatoren der Schlosskonzerte wurde eine Idee zu musikalischer Wirklichkeit. Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz, Herzog von Jülich-Berg (1658-1716), war ein Mäzen der schönen Künste. Als großer Kunstliebhaber sammelte „Jan Wellem" Gemälde und Musikinstrumente.

Da er selbst Musiker war und Viola da Gamba spielte, war ihm natürlich auch die Musik ein Herzensanliegen. Bedeutende Komponisten zog er an seinen Hof, wo Werke von unschätzbarem Wert entstanden.

Der Musik dieser Epoche und dem Kurfürsten war das Schlosskonzert gewidmet. Und so erklangen an diesem Abend ausschließlich Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, geschaffen von Komponisten, die dem Hof des Kurfürsten verbunden waren.

Würdige und kompetente Musiker konnten als Interpreten gewonnen werden. Der Flötist Raymond Honing gründete 2007 das in Leiden ansässige Ensemble „La Barca Leyden".

 

Authentische Aufführung

Die Musiker machen es sich zur Aufgabe, alte Musik möglichst authentisch aufzuführen. Mit Elske Tinbergen (Violoncello), Alfonso Marin (Laute), Cees van der Poel (Cembalo) und Anneke van Haaften (Violine) fand er Mitstreiter, die mit großer musikalischer Leidenschaft und Engagement ihr Können dieser Musik widmen. Vom Großmeister des Concerto grosso, Arcangelo Corelli, erklangen die Konzerte für Kammerorchester in D-Dur, F-Dur und b-moll.

Das Ensemble musizierte mit großer Perfektion, bewahrte sich dabei eine Leichtigkeit und musikalische Ausdrucksstärke, die Barockmusik von  ihrer  schönsten Seite zeigte. Als Solist präsentierte Raymond Honing mit „Intervenzione in e-moll" für Traversflöte und Basso Continuo von Francesco Antonio Bonporti und der Sonate in e-moll von Martin Friedrich Cannabich.

Sein weicher, klangvoller Ton und seine weiche Anblastechnik begeisterte die Zuhörer. Auch seine Kollegin Anneke van Haaften erwies sich als versierte Solistin bei der Interpretation der Sonate in D-Dur für Violine und Basso Continuo von Georg Friedrich Händel.

Das  Publikum  in  der  ausverkauften Schlosskapelle genoss den Abend in vollen Zügen und zeigte mit großem Applaus die Begeisterung für das ausgezeichnete Ensemble und das Programm, das wunderbar die musikalische Schaffensperiode der wichtigsten Komponisten aus der Zeit des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz vorstellte. Mit großer Freude wurde auch das termingerechte Erscheinen der CD anlässlich dieses Konzertes begrüßt. 

Der Tonträger wurde in Zusammenarbeit des Ensembles „La Barca Leyden" mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 erstellt und durch die finanzielle Unter-stützung der Hans Lamers-Stiftung ermöglicht.                                   

 

(hivi)

 


 


 

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