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21. Januar 2018

 


Rezension des Konzertabends am 27. März 2011

 

Musikalische Wasserfahrt

 

Ein Liederabend mit Werken der Romantik: Tenor Christoph Prégardien und Pianist Michael Gees begeistern das Publikum beim Schlosskonzert

Von unserer Mitarbeiterin Hilde Viehöfer-Emde   

 

jülich.

Einen Liederabend mit Werken der Romantik bot das Schlosskonzert in der Zitadelle in Jülich. Mit den Interpreten Christoph Prégardien (Tenor) und Michael Gees (Pianist) haben die Organisatoren der Konzertreihe ein Highlight inszeniert.

Das Konzertprogramm bewirkte traumhafte Besucherzahlen.

 

 

Harmonisches Zusammenspiel

 

Thema und Inhalt des Abends waren romantische Lieder, die sowohl von den Texten der Dichter wie auch von der Musik der Komponisten lebten. Beseelt wurden sie allerdings von den beiden Musikern, die in perfekt harmonischem Zusammenspiel die Werke wie auch deren Epoche lebendig werden ließen.

Sicherlich ist in der heutigen Zeit eine Begegnung mit Texten von Julius Kerner, Wolfgang von Müller von Königswinter, Matthäus von Collin, Johann Baptist Mayrhofer und Franz von Schlechta thematisch und sprachlich schwierig.

 

 

Leichter ist schon die Ballade von August Kopisch zu verstehen, der locker und leicht die Geschichte vom „Nöck" erzählt. Heinrich Heines geschliffene und ausgefeilte Dichtersprache, die ihren eigenen Rhythmus hat und besondere Schönheit entfaltet, macht es dem Zuhörer leicht und verbindet Wort und Musik in einzigartiger Harmonie.

 

So bildete auch der „Kerner-Zyklus", getextet von dem Arzt Justinus Kerner und 1840 von Robert Schumann vertont, eine harmonische Einheit von Text und Musik. Christoph Prégardien gelang es mit Michael Gees als Begleiter am Flügel einzigartig perfekt stimmlich wie auch musikalisch, ein geschlossenes und reifes Bild des Werkes zu vermitteln. Die Texte erzählen von der Schönheit der Natur, von der Geborgenheit des Menschen in dem ewigen Kreislauf des Lebens. So gehörten auch Melancholie, Todesahnung und Leid unabdingbar zu den Themen.


Weicher Tenor

 

Mit großer Konzentration, angenehm weichem und angepasstem Tenor und großer Flexibilität der Stimme bestach der lyrische Tenor Christoph Prégardien sein Publikum. Der „Kerner-Zyklus" wirkte sehr geschlossen und harmonisch ausgeglichen. Dazu trug der Pianist Michael Gees durch einen ausdrucksvollen, unterstützenden und in manchen Teilen auch solistisch attraktiven Klavierpart gravierend bei.

Aus der Früh- bis Spätromantik folgten Lieder unterschiedlichster Komponisten und Dichter. Sie waren thematisch zusammengefasst unter dem Titel des gleichnamigen Liedes „Wasserfahrt" von Hans Pfitzner. In lockerer Folge wurden Lieder von Schubert, Schumann, Loewe, Liszt bis Mahler interpretiert.

Volkstümliche Texte, volksliedhafte Kompositionen mit den Finessen des Kunstliedes versehen, ließen so manche Ballade lebendig werden und romantische Texte mit Gefühl vermitteln.

Gekonnt setzten die beiden Musiker die Werke musikalisch in Szene, wobei der Sänger mit Gestik und Mimik die Inhalte unterstrich.

Die beiden großartigen Musiker bescherten dem Jülicher Publikum einen Konzertabend, der sicherlich so bald nicht vergessen ist.

 

(hivi)

 

 


 


 

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