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21. Januar 2018

 


13. April 2008

Das Kammerensemble Ouvertüre

mit den Solisten

Peter Scheerer Trompete

und Stefan Palm Cembalo

spielt von

Georg Philipp Telemann

das Konzert D-Dur für Blockflöte und Orchester

und von

Johann Sebastian Bach

die "Brandenburgischen Konzerte"

Nr. 5 in D-Dur BWV 1050

Nr. 4 in G-Dur BWV 1049

Nr. 2 in F-Dur  BWV 1047

 

Das von Susanne Trinkaus gegründete und geleitete „Ensemble Ouvertüre“ hat sich zur Aufgabe gemacht, eine historische, werkgetreue Aufführungspraxis mit den klanglichen Vorteilen moderner Instrumente zu verbinden. Es tritt mit namhaften Solisten aus der Region auf.

Den virtuosen Solopart beim einleitenden Flötenkonzert von Telemann übernimmt Ines Rasbach. Das folgende 5. Brandenburgische Konzert wird von den renommierten Solisten Stefan Palm, Cembalo, Susanne Trinkaus, Violine, und Gerda Schwartz, Querflöte, gestaltet.

Der zweite Teil beginnt mit dem 4. Brandenburgischen Konzert, bei dem Ines Rasbach und Thomma Wessel die Solo-Blockflöten und Susanne Trinkaus die Solo-Violine spielen.

Das Konzert schließt mit dem 2. Brandenburgischen Konzert, dessen Glanz  durch den virtuosen  Trompetenpart geprägt ist. Für diesen schwierigen, nur von wenigen Trompetern beherrschten Solopart konnte der weit über die Region hinaus bekannte Trompetenvirtuose Peter Scheerer gewonnen werden.

aus dem Programmheft:

Johann Sebastian Bach hat in der Zeit zwischen 1718 und 1721, als er Kapellmeister in Köthen war, eine Gruppe von sechs Konzerten komponiert, deren Partituren er mit einer Widmung an den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt schickte. Ob Bach von diesem einen Kompositionsauftrag hierzu erhalten hatte, ist bis heute ungeklärt. Jedenfalls lagen diese Konzerte bis 1850 unentdeckt in der Bibliothek des Markgrafen und später in der königlichen Bibliothek Berlin.

Erst nach ihrer Wiederentdeckung erhielten sie die Bezeichnung Brandenburgische Konzerte. Der Anlage nach sind diese Konzerte kammermusikalisch konzipiert. Gruppen von drei bis sieben Solisten musizieren nach Art des barocken Concerto grosso zusammen mit einem kleinen Orchester.

In diesem Konzert wird den drei ausgewählten Brandenburgischen Konzerten eine heitere Komposition von G. Ph. Telemann für virtuose Soloblockflöte und Streicher vorangestellt. Sie ist mit ihren drei tänzerischen Sätzen und einem gesanglichen langsamen Satz ganz im höfischen Stil gehalten und gibt der Solistin Gelegenheit, ihr technisches und musikalisches Können zu zeigen.

Im 5. Brandenburgischen Konzert konzertieren Cembalo, Solovioline und Querflöte mit dem Streicherensemble. Zunächst übernimmt das Orchester unter der Führung der Solovioline die Themengestaltung. In der Durchführung sind zunächst alle Instrumente beteiligt, weichen aber am Ende dem Cembalo, das in einer fulminanten Kadenz ein solistisches Feuerwerk abbrennt. Im Mittelsatz entwickeln Violine, Flöte und Cembalo ohne Begleitung des Orchesters ein klagendes h-moll Thema. Umso übermütiger wirkt das anschließende Allegro, das seine heitere Kraft aus einem Fugato mit einem tänzerischen zweitaktigen Thema zieht.

Im 4. Brandenburgischen Konzert sind zwei Blockflöten und eine Violine die Soloinstrumente. Im ersten Satz stellen die Flöten ein heiteres, tänzerisches Motiv vor, das von der Solovioline zunächst weitergesponnen, dann aber mit rasend schnellen, schwirrenden Läufen untermalt wird, die klanglich an Cembalofiguren erinnern. Auch hier wirkt der Mittelsatz meditativ und leitet direkt zum strahlenden Presto über, das mit einem Fugato beginnt, das alle Instrumente mit einbezieht und im Laufe des Satzes kunstvoll verarbeitet wird.

Das 2. Brandenburgische Konzert ist wohl das prächtigste der drei hier vorgetragenen. Hier konzertieren vier Soloinstrumente, Trompete, Violine, Blockflöte und Oboe mit der Tutti-Gruppe. Der strahlende Trompetenpart, der auf einer kleinen Bachtrompete zu blasen ist, stellt ungewöhnlich hohe Ansprüche an die Virtuosität des Trompeters. Auch dieses Konzert hat drei Sätze: zwei strahlende Außen- und einen melancholischen Mittelsatz.

Trotz formaler Ähnlichkeiten ist jedes dieser drei Konzerte individuell in Instrumentation und kompositorischer Ausgestaltung. Ihre gemeinsame Aufführung hinterlässt deshalb einen Eindruck großer Farbigkeit. Die Brandenburgische Konzerte gehören zu Recht zu Bachs berühmtesten weltlichen Werken.

 

Das von Susanne Trinkaus gegründete und geleitete „Ensemble Ouvertüre" hat sich zur Aufgabe gemacht, eine historische, werkgetreue Aufführungspraxis mit den klanglichen Vorteilen moderner Instrumente zu verbinden. Es konzertiert mit namhaften Solisten aus der Region; in diesem Konzert mit Stefan Palm, Cembalo, Susanne Trinkaus, Violine, Ines Rasbach und Tomma Wessel, Blockflöten, Peter Scheerer, Trompete, Gerda Schwartz, Querflöte und Bernd Schulz, Oboe.

Stefan Palm lehrt Cembalo und Alte Musik an der Aachener Abteilung der Musikhochschule Köln und ist Kantor an St. Marien in Neuss. Er ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe, darunter des Münchener ARD-Wettbewerbs. CD-Produktionen, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen belegen sein umfangreiches künstlerisches Schaffen.

Susanne Trinkaus konzertiert seit vielen Jahren als Primgeigerin des Darmstädter „Ensemble Carolina" und des „Robert Schumann-Ensemble", mit dem sie erfolgreich im In- und Ausland aufgetreten ist und CDs produziert hat. Außerdem ist sie Konzertmeisterin und Solistin mehrerer Kammerorchester im Raum Düren.

Ines Rasbach ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, beginnend mit einem ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert". Sie hat bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen sowie an Uraufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten mitgewirkt.

Auch Tomma Wessel, die zurzeit Dozentin für Neue Blockflötenmusik am Conservatoire Royal de Bruxelles ist, hat eine ähnlich erfolgreiche künstlerische Biographie. Sie bildet mit Ines Rasbach den Kern des Ensembles „Apsara".

Peter Scheerer ist ein gesuchter Trompetenvirtuose, vor allem für schwierige Parts auf der historischen Barocktrompete. Mit dem Jungen Württembergischen Blechbläserquartett wurde er Bundespreisträger bei „Jugend musiziert". Konzertreisen mit renommierten Orchestern sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen haben ihn international bekannt gemacht.

Gerda Schwartz konzentrierte sich nach ihrem Konzertexamen auf Kammermusik und Unterricht. In vielen Konzerten hat sie ihre solistischen und virtuosen Qualitäten bewiesen.

Bernd Schulz ist ein gefragter Orchester- und Solo-Oboist. Er unterrichtet, wie seine Kolleginnen Gerda Schwartz und Susanne Trinkaus, an der Jülicher Musikschule.

 

 


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Stand: 16. Mai 2010.