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21. Januar 2018

 


 

25. März 2012

 

Liederabend mit Anna Pehlken

begleitet von Stefan Irmer

 

 

Die Liedtexte

 

PaulineViardot /Fryderyk Chopin – “Aime-moi” (Love me) op. 33 Nr. 2

Arr:. Chopins Mazurka Nr. 23 D major

Poesie: Louis Pomey (1835 - 1901)

You command one to forget you,
I take great pains in obeying you;
But thus my ladylove wants it,
Her wish is my wish.
Truly, truly, my desire,
While, happy, I rush forward,
You blush and want to flee me
My love is an offense,
Why then do you remember it?
But what! tears, my beauty;
Listen, calm down;
No more crazy quarrelling,
I adore you, love me.
 
You command one to forget you, [etc.]
...
But what! you weep, my beauty,
Be merciful, calm down,
No more useless quarrelling,
I adore you, be mine.   

 

 *****

 

Pauline Viardot-Garcia - “Hai luli!” Nr. 4

Poesie: Xavier de Maistre (1764 - 1852)

Widmung Ivan Turgeniev (1818 - 1884)

I am sad, I am troubled,
I no longer know what will happen!
My lover ought to come,
And I await him here alone.
Hai luli [untranslatable: a sad "tra la"]
Ah! how said it is without my love.
 
Alas, I languish in waiting,
And the ingrate enjoys himself far from me!
Perhaps he betrays his oath to me
Beside a new lover.
Hai luli!
Could I have lost my love?
 
Ah! if it is true;  if it is true that he is faithless,
If one day he should abandon me,
The only thing is for the village to burn
And myself with the village.
Hai luli!
What use is it to live without my love?

 

 *****

 

Fryderyk Chopin „Poseł“ (Der Bote) op.74 Nr. 7  (1830)

Poesie: Stefan Witwicki (1801 - 1847)

Deutsch: Ferdinant Gumbert (1818 - 1896)

Früh geht auf die Sonne
und die Luft weht lau,
wieder suchst du, Schwalbe,
deinen alten Bau.
Sonn'ge Frühlingstage
werden heim nun kommen,
von der langen Reise
sei, Schwalbe, willkommen!
 
Flieg' nicht weiter, weile,
dass ich Körner streue!
Sing' aus fremden Lande
mir das Lied, das neue.
In die Runde schickst du
deine schwarzen Blicke,
ach! du suchst vergebens,
sie kehrt nicht zurücke.
 
Kam der junge Krieger,
nahm sie mit ins Weite,
Mutter stand am Kreuze,
gab ihr das Geleite.
Bringst du von ihr Kunde?
Ist sie wohl verdorben?
Singe mir, ach, singe,
ob sie gar gestorben.
 

 

    Fryderyk Chopin - „Narzeczony“ (Verlobter/Die Heimkehr) op.74 Nr.15 (1831)

Poesie: Stefan Witwicki (1801 - 1847)

Deutsch: Ferdinant Gumbert (1818 - 1896)

In den Sturm zur bösen Stunde
sprengt der junge Reiter,
in den Sturm zur bösen Stunde
fliegt der Rappe weiter.
 
Stutzen vor den schwarzen Raben
wohl des Reiters Blicke?
Um ihn kreisend, um ihn krächzend
fliegen sie zurücke.
 
"Warum springst du, liebes Mädchen
heut' mir nicht entgegen?"
Ach! wie kann sie dich begrüßen,
die in's Grab sie leg(t)en!
 
Lasst mich! will mein Liebchen sehen,
die mir Gott bescherte,
ob sie sterbend noch die schönen
Augen nach mir kehrte.
 
Wenn um ihre blassen Wangen
meine Seufzer schweben,
wird vielleicht sie aus dem Tode
wieder sich erheben.
 
 
 

Fryderyk Chopin - “Życzenie” (Mädchens Wunsch) op.74 Nr. 1 (1827)

Poesie: Stefan Witwicki  (1801 - 1847)

Deutsch: Ferdinant Gumbert (1818 - 1896)

                                                    

Könnt' ich als Sonne hoch am Himmel schweben,
nur für dich wollt' ich meine Strahlen geben;
nicht für die Wälder,
nicht für die Felder,
dort wo du dein kleines Fenster:
dort hinein würd' ich meine Strahlen geben,
könnt' ich als Sonne hoch am Himmel schweben.
 
Wär ich ein Vöglein, herrlich wollt ich singen,
dass dir mein Liedchen sollt' in deine Seele dringen,
säng' nicht in Wäldern,
nicht in den Feldern,
dort wo dein kleines Fenster:
wär' ich ein Vöglein, dort nur wollt' ich singen, 
dir sollt' mein Liedchen in die Seele dringen.
 

 

*****

 

Karol Szymanowski - Słopiewnie op. 46bis  Fünf Gesänge (1928)

Poesie: Julian Tuwim (1894 - 1953) 

Deutsch: Rudolf  Stephan Hoffmann (1878 - 1931)

Nr. 1 „Słowisień“ (Kirschenweiß)

 
Weisse Bäume gleissend Sonnengluten,
Lieblich überglänzt von Honiggolde.
Bienensummen sich aus Bienenfluten
Leuchtet froh die holde Kirschendolde.
 
   Und rund grüßt der Mond vom Himmelsgrunde,
  Schatten träumen dunkellispeln leise
Weißen Bäumen klingt aus Silbermunde
Nachtigallen Kirschenweisse Weise...

 

Nr. 2 „Zielone slowa“ (Grüne Lust)

Dort, im waldigen, grün düsterm Raum

träumt stumm und trauervoll manch dunkler Baum.
Hier aber weit Gesang und Prangen.
Juchhei! jauchzt Wiesenpracht mit junggrünen Wangen.
Rinnt ein Wasser, springt ein Wasser, grün und helle,
schwellend, schnellend flinke Welle treibt die Quelle.
Schwarz dort der Wald, düster der Wald versunken
Wasser hier wallt, grüne Gewalt wie trunken.
Lockendes leises Singen, glockendes Saitenklingen,
Übermut sprengt dahin die Pferdchen zu jagendem Springen.
Heijah!

 

Nr. 3 „Św. Franciszek” (Der heilige Franziskus)

Vögelein, Blümelein, laßt uns ihn preisen.
Halleluja wir bringen, Hallelujah wir singen Lilienweissen.
Der heil'gen Engel Chöre schallen zu seiner Ehre,
vor der Himmelsschar neigen im Reigen sich immerdar.
Reigen sich immerdar.
Herrlichkeit, Heiligkeit. Ewigkeit Dein
Sonne Du, Wonne Du, Jesu mein!
 
 

Nr. 4 „Kalinowe dwory“ (Rotes Lied)      

 
Rote  Hexentürme, rote Herbstesstürme,
rote Beerenschnüre, rote Herzensschwüre.
Hütet euch fein, jung Mägdelein,
Dunkle Düsterhecken mögen ihn verstecken
Pan, den rasenden Herrscher der Schrecken!
Rote Herbstes Stürme, rote Herrentürme
brennen so heiß und wild
und rot, rot von Liebe und Tod! Ah!
 
 

 Nr. 5  “Wanda”

Wanda wanderndes Wasser ober starrem Gesteine
Weich ein weisses Gewebe wirkt der geisternde Mondstrahl.
In des Wellengrabs Wogen singet Wanda voll Wehmut,
Königlich leuchtende Haarflut kämmst das Wasser mit silberner Hand.

 

*****

 

Richard Strauss  - „Die Nacht“ op.10 Nr. 3 (1885)

Poesie: Hermann von Gilm (1812 - 1864)

Aus dem Walde tritt die Nacht,
Aus den Bäumen schleicht sie leise,
Schaut sich um im weitem Kreise,
Nun gib acht.
Alle Lichter dieser Welt,
Alle Blumen, alle Farben
Löscht sie aus und stiehlt die Garben
Weg vom Feld.
Alles nimmt sie, was nur hold,
Nimmt das Silber weg des Stroms,
Nimmt vom Kupferdach des Doms
Weg das Gold.
Ausgeplündert steht der Strauch,
Rücke näher, Seel an Seele;
O die Nacht, mir bangt, sie stehle
Dich mir auch.
 
 

Richard Strauss - "Befreit" op.39 Nr. 4 (1898)

Poesie: Leopold Dehmel (1863 - 1920)

Widmung Dr. Fritz Siegen

Du wirst nicht weinen. Leise
Wirst du lächeln und wie zur Reise
Geb' ich dir Blick und Kuß zurück.
Unsre lieben vier Wände, du hast sie bereitet,
Ich habe sie dir zur Welt geweitet;
O Glück!

Dann wirst du heiß meine Hände fassen
Und wirst mir deine Seele lassen,
Läßt unsern Kindern mich zurück.
Du schenktest mir dein ganzes Leben,
Ich will es ihnen wieder geben;
O Glück!

Es wird sehr bald sein, wir wissen's beide,
Wir haben einander befreit vom Leide,
So gab' ich dich der Welt zurück!
Dann wirst du mir nur noch im Traum erscheinen
Und mich segnen und mit mir weinen;
O Glück!
 
 
 

Richard Strauss - ”Morgen!“ op. 27 Nr. 4

Poesie: John Henry Mackay (1864 - 1933)

Widmung Pauline Strauss- de Ahna (1863 - 1950)

Und morgen wird die Sonne wieder scheinen
Und auf dem Wege, den ich gehen werde,
Wird uns, die Glücklichen sie wieder einen
Inmitten dieser sonnenatmenden Erde…
Und zu dem Strand, dem weiten, wogenblauen,
Werden wir still und langsam niedersteigen,
Stumm werden wir uns in die Augen schauen,
Und auf uns sinkt des Glückes stummes Schweigen...

 

----- Pause -----

 

Sergei Rachmaninoff - Sechs Romanzen, op. 38 (1916)

Widmung Nina Koshits (1891 . 1965)

 

  1. Ночью в саду у меня (Noch′yu v sadu u menya) Lento (G minor)

Text: Alexander Alexandrovich Blok (1880 - 1921)

 „Nächtlich im Garten

Nächtlich im Garten bei mir schluchzet die klagende Weide,
O, wie untröstlich sie ist, ärmste, traurige Weide.
Jugendlich glänzet und prangt Morgenrot, holdestes Mädchen.
Weide doch schluchzt, ihr ist wehe, Träne verrinnt im Gelock.

2. К ней (K ney) Andante (F major)

Poesie: Boris Nikolajevich Bugajev (1880 - 1934)

Zu ihr

Tau schlingt ums Gras den Perlenkranz.
Fernher kommen mir bangende Grüsse, so bang und hold zugleich...
Liebliche, kommst du? Liebliche!
Abend entflammt in Strahlenflut, Abend erblüht in Rosenglut
Sehnende Arme warten dein Liebliche, kommst du, Liebliche?
Sehnende Arme warten dein, Braut du in Lethes Wasserschoß
schimmernder Lethe Wasserschoß...
Liebliche, kommst du? Liebliche!
 
 
 

3. Маргаритки (Margaritki) Lento (F major)
 Poesie: Igor Severyanin (1887 - 1941)

Gänseblümchen

O sieh doch, sieh, die vielen Margariten,
Sieh dort, sieh hier die holde Zier, ein ganzes Meer von Blüten.
O, wie das blüht! Mit dreigezackten Blättchen wie Flügel, wie Seide fein.
Voll Sommerglut, voll Lust ohn’ Mass und Zügel, voll Licht und Schein.
Wohlan, du Land! Schenk Trank aus Tau den Blüten und Kraft zumal ! ...
O Mädchen ihr, Ihr holden Margariten,
ich lieb Euch all !
 
 
 

4. Крысолов (Krysolov) / Non Allegro. Scherzando (C major)
Poesie: Valery Yakovlevich Bryusov (1873 - 1924)

Der Rattenfänger

Spiel ein Liedlein auf der Flöte
Spiel ein Liedlein auf der Flöte
Wem zur Freude ist es da.
 
Horch das Bächlein murmelt leise.
Und die Lämmchen ruhn im Kreise,
Still die Felder fern und nah.
 
Schlaft Ihr Lämmchen, wohl behütet.
Hinter Wiesen, rot beblütet
Hoch stehn schlanke Pappeln da.
 
Steht ein Häuschen dort am Saume,
Holdes Kind, es fühlt im Träume,
Wie mein Herz dem ihren nah.
 
Und der Flöte zartem Worte,
Folgt sie hin zum sichern Orte,
Schnell und scheu, ob’s Keiner sah.
 
Dann in dunkler Eiche Schatten
Ruhn wir still, wenn Schlafs Ermatten
Alles bannt, so fern, so nah.
 
O, wie will ich sie umfassen,
Küssen bis zum Stern erblassen,
Müd vom Glück, das uns geschah.
 
Trau’ dann tauschend mit den Ringen
Sehn wir zu der Lämmlein Springen,
Hoch stehn schlanke Pappeln da.
 
 
 

5. Сон (Son) Lento (D major)

Poesie: Fjodor Sologub (1863 - 1927)

Der Traum

Nichts hält Sehnsucht gebannt, nichts lockt so wie der Traum.
Zauber ist sein Gewand und die Stille sein Saum.
Seine Lippen umschwingt weder Lächeln noch Leid;
Doch aus Augen tief blinkt Trostes köstlich Geschmeid.
Seiner Flügel Paar reicht schimmernd weit, o, so weit,
Und ist leicht, o, so leicht wie die  Dämmernachtszeit.
Unfassbar, wie er trägt, und wohin und wozu,
Der die Flügel nicht regt in erhabener Ruh...
 
 
 
 

6. А-у! Andante (D major)
 Poesie: Konstantin Dmitrijevich Balmont (1867 - 1942)

A..U.. !

Dein Lachen sang, ein Märchen war’s, 
ein bunt Berükken,
Es rief, als wie im Traum der Flöte Sang.
 
Und jetzt, mit Kranz und Lied, 
nah’ ich mich, dich zu schmücken,
So komm, empor, mit mir den Berges hang.
 
Doch wo bist du? 
 
Der Fels nur tönt wie sanfte Glocken.
Und Licht an Licht entflammt der Blumen Reih’,
Es lacht, mich tief hinab zum Grund zu locken
Ich sing, es sucht “A-y!“ „A-y! mein Schrei.

 

 

 

 


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Stand: 07. März 2012.